Interessante Sendungen und Links (Sammelthread)

  • Eine Sammelstelle für Netzfundstücke: Videos, Texte, Tweets...


    Wenn ich mir was wünschen dürfte: Schreibt bei Videos ein paar Takte dazu, damit man ungefähr weiß, um was es geht. Und überlasst das Füllen des Threads nicht mir allein - es könnte dann nämlich etwas Corona-lastig werden. ;)

  • Eine wie ich finde sehr gute Arte-Doku zum Thema "COVID-19" mit Fokus auf den Maßnahmen und ihren Folgen, nicht so sehr auf dem Virus:



    Man merkt der Doku an, dass ihre Autoren stark mit dem "schwedischen Weg" sympathisieren. Die Schweden haben auch ihre "Maßnahmen", aber sie setzen auf Freiwilligkeit und vor allem: sie hatten von Anfang an einen Plan, ein Konzept, während im Rest Europas auf Sicht gefahren wurde und noch wird, mit oft zu späten und dann umso härteren Maßnahmen.


    Interessant ist für mich die Umkehrung der Verhältnisse in der öffentlichen Diskussion: Während es hierzulande die Maßnahmen-Kritiker schwer haben, in der öffentlichen und vor allem in der veröffentlichten Meinung durchzudringen, haben dieses Problem in Schweden diejenigen, die strengere Maßnahmen fordern. Salopp gesagt hätte ein Lauterbach in Schweden ungefähr den Status eines Wodarg bei uns...

  • Eine wie ich finde sehr gute Arte-Doku zum Thema "COVID-19" mit Fokus auf den Maßnahmen und ihren Folgen, nicht so sehr auf dem Virus:


    Mir hat die Doku auch gut gefallen, weil sie halt erfrischend kritisch mit den getroffenen Maßnahmen umgeht. Die Argumentationen der Anta- und Protagonisten sind nachvollziehbar. Nur den Internisten Matthias Schrappe hätte ich gerne etwas genauer in seinen Aussagen interviewt gesehen. Er vergleicht die Sterblichkeit von Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert werden - SARS-CoV-2 mit 6-8% und Lungenentzündung 8-13%. Nur Anhand dieser Zahlen sagt er aus, das wir nicht annehmen können das covid schlimmer als eine Lungenentzündung ist. Das könnte ich nur nachvollziehen, wenn wir zu jeder zeit, genügend betten und medizinisches Personal zur Verfügung haben. Und das das nicht der Fall ist war schon oft genug Thema im Podcast.

  • ein aus meiner sicht interessantes gespräch zwischen precht und todenhöfer, in welchem der host lange leine lässt. zukunftsfragen der gesellschaft werden mit blick auf die geschichte ventiliert und fragen des zeitgeschehens aus erfahrungsbegründeten positionen aus beobachtet. in wie weit haben sich z.b. politische positionen in parteien im laufe der zeit geändert. passt ggf. auch zu seiner aktuellen parteigründung, aber keine ahnung.

    Precht schaut so angewidert drein. Ziemlich sehenswert. Man fragt sich, wieso er zu dem Gespräch bereit war.

  • Tom Wellbrock (Neulandrebellen, Nachdenkseiten) über das Update des Infektionsschutzgesetzes, das am 18.11. durch den Bundestag gebracht werden soll.


    Zitat

    Am 18.11.2020 soll das Infektionsschutzgesetz neu gefasst werden. Dieses Gesetz rechtfertigt nicht nur die Maßnahmen der vergangenen Monate, die die Bundesregierung angeordnet hat. Es soll zudem nachträglich das bisher Verhängte „gerichtsfest“ machen, also Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahmen ausräumen.

    Was jedoch noch schlimmer ist: So lange Covid-19 nicht komplett „ausgerottet“ ist, wird das neue Gesetz wirksam sein. Und da wir davon ausgehen müssen, dass diese „Ausrottung“ nicht gelingen wird, kann das neue Infektionsschutzgesetz faktisch ohne zeitliche Begrenzung gelten.

    Weiter:

    https://www.neulandrebellen.de…-historischer-tag-werden/

  • @gedankenkanal (in absentia)


    Es soll tatsächlich der Inzidenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner im Gesetz festgeschrieben werden.


    Die Schutzmaßnahmen sollen unter Berücksichtigung des jeweiligen Infektionsgeschehens regional bezogen auf die Ebene der Landkreise, Bezirke oder kreisfreien Städte an Schwellenwerten ausgerichtet werden, soweit Infektionsgeschehen innerhalb eines Landes nicht regional übergreifend oder gleichgelagertsind. Schwerwiegende Schutzmaßnahmen kommen insbesondere bei Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Betracht. Stark einschränkende Schutzmaßnahmen kommen insbesondere bei Überschreitung eines Schwellenwertes von über 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Betracht. Unterhalb eines Schwellenwertes von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen kommen insbesondere einfache Schutzmaßnahmen in Betracht. Vor dem Überschreiten eines Schwellenwertes sind entsprechendeMaßnahmen insbesondere dann angezeigt, wenn die Infektionsdynamik eine Überschreitung des Schwellenwertes in absehbarer Zeit wahrscheinlich macht. Bei einer bundesweiten Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind bundesweit einheitliche schwerwiegende Maßnahmen anzustreben. Bei einer landesweiten Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind landesweit einheitliche schwerwiegende Maßnahmen anzustreben. Die in den Landkreisen, Bezirken oder kreisfreien Städten auftretenden Inzidenzen werden zur Bestimmung des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes durch das Robert Koch-Institut wöchentlich festgestellt und veröffentlicht.


    Dieser Schwellenwert ist vollkommen untauglich, solange die Bezugsgröße "Anzahl der Tests" fehlt. Idealerweise müsste zusätzlich auch noch eine Mindestanforderung an die Spezifität der Tests gestellt werden (wg. falsch Positiven). Ohne diese Bezugsröße lassen sich Maßnahmen in der kalten Jahreszeit je nach Anzahl der durchgeführten Tests beliebig an- und ausschalten, das ist völlig verrückt. Die Bedenken des "Journalisten" (ich nehme an, du meinst Tom Wellbrock) sind absolut gerechtfertigt.


    "Ich halte es für sehr problematisch, die Maßnahmen von einer Zahl abhängig zu machen, die die Schwere der Situation nicht wirklich gut abbildet", sagt Gérard Krause, Leiter der Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. "Ich verstehe das Bestreben der Politik, Rechtsverbindlichkeit zu schaffen – aber dieser Weg ist meiner Meinung nach nicht der richtige."

    [...]

    Auch der Statistikexperte Gerd Antes äußert entsprechende Bedenken: "Diese ganze Palette von gegenwärtigen Maßnahmen, die ungeheuren politischen und sozialen Sprengstoff haben, an nur einen einzigen Parameter zu koppeln, ist mehr als irrwitzig", sagte er. Die Werte seien unter ganz anderen Bedingungen entstanden und stünden heute praktisch ohne valide Begründung im Raum

  • Beitrag von Icarus ()

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  • ich wurde rausgeschmissen, weil ich als ausdruck meiner kritik das wort "journalist" in "" gesetzt habe. damit hat sich für mich dann auch jegliche weitere diskussion hier erledigt. bin nochmal mit diesem account zurückgekommen um sicherzustellen, dass als konsequenz dieser maßnahmen dann auch alle beiträge von (gedankenkanal) gelöscht werden.

    ja, darüber lässt sich vermutlich eine wichtige&richtige diskussion führen. meine kritik galt der formulierung der bedenken: ich finde es z.b. nicht schlecht das gesetze faktisch unbegrenzt gelten sollen, wenn der inhalt stimmt.

    aber egal, ich bin hier nicht mehr erwünscht und wie du weisst habe ich echt andere probleme als mich um son kindergarten kram der mit mir veranstaltet wird auch noch zu kümmern.

    Das ist echt so schade. Ich versteh's auch nicht wirklich.

  • @Icarus

    Ich vermute, dass dein „Journalist in Gänsefüßchen“ missverstanden wurde, weil die Zuordnung nicht eindeutig erkennbar war. Blöd ist die Sperrung allemal, aber du hast schon Recht: Es gibt Wichtigeres.


    Trotzdem spricht doch nichts dagegen, hier ab und zu reinzuschauen und ein Duftmärkchen dazulassen... ;)

  • Beitrag von Icarus ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • und immer dran denken: nicht zu nah an die sonne fliegen 8)

    Na, auch die Klebstoffhersteller haben in den vergangenen Jahrtausenden ein paar Fortschritte gemacht.


    Übrigens mag ich so was wie die Inzidenz ohne Bezugsgröße, missbraucht als Schwellenwert für Restriktionen, gar nicht diskutieren. Weil du meintest...

    ...ja, darüber lässt sich vermutlich eine wichtige&richtige diskussion führen.

    Es ist einfach nur schrecklich dumm. Wer sich so was ausdenkt, der ist dümmer als die QuerdenkerInnen, die Paul (?) sich für seine Interviews ausgesucht hat. Aber sind diese Politiker wirklich so dumm? Saskia Esken wohl schon... Bei anderen bin ich mir nicht sicher.

  • Beitrag von Icarus ()

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