Interessante Sendungen und Links (Sammelthread)

  • https://mobile.twitter.com/Ros…tatus/1415990347432435713


    Borjans: „In diesem konkreten Fall würde ich sagen dass das [gemeint ist Mertens Antwort auf die Frage von Lanz] nichts für eine öffentliche Äußerung ist.“


    Borjans liegt damit auf der Linie von Precht, der von einem „guten Staatsbürger“ erwartet, dass er in Sachen Corona dem Kurs der Regierung nicht öffentlich widerspricht. Er darf eine abweichende Meinung privat zwar haben, aber soll sie nicht öffentlich äußern.


    Besonders pikant ist diese Erwartungshaltung natürlich, wenn sie wie hier bei Lanz gegenüber einem ausgewiesenen Experten geäußert wird. Der Experte, der nicht auf Regierungskurs liegt, soll sich nicht öffentlich äußern?


    Wo kommen wir da hin, mit Leuten wie Borjans oder Precht? Haben diese Menschen überhaupt nichts aus der Vergangenheit gelernt?


    Das ist vielleicht das einzig Gute an „Corona“: Es bringt bei den verschiedensten Leuten, von denen man (oder besser: ich) dergleichen echt nicht erwartet hätte, ihre dunklen Seiten zum Vorschein. So weiß man immerhin, woran man mit denen ist.

  • Aha, danke fürs posten, ich hatte den Anfang verpasst.

    Ich würde doch meinen, daß man Precht und Borjans keineswegs vergleichen kann.

    Hast Du von Precht vielleicht das Originalzitat zur Hand?

    Es würde mich interessieren.

    Zuletzt hatte ich von Precht gehört, daß die Maßnahmen aufgehoben werden sollten, wenn die Risikogruppen geimpft sind. Jedenfalls kann er sein Zeug meist schlüssig begründen.

  • Hast Du von Precht vielleicht das Originalzitat zur Hand?


    Na klar. Ich würde nie so etwas behaupten ohne das Orginalzitat zu kennen, meistens liefere ich es sogar direkt dazu. So auch hier: Es ist eingebettet als Link in den Namen „Precht“, erkennbar als solcher durch farbliche Hervorhebung und/oder einen kleinen Pfeil hinter dem Namen:


    Borjans liegt damit auf der Linie von Precht, der von einem „guten Staatsbürger“ erwartet,...


    Dies ist eine von mir oft angewandte Zitiertechnik, die fast genauso oft begleitet ist von der Befürchtung, dass sie nicht gut funktioniert, weil sie nicht richtig wahrgenommen wird. Was ich hiermit bestätigt finde...



    Ich verlinke Prechts fragwürdige Äußerungen aber auch gerne direkt:



    Precht hat sich dann später noch bemüßigt gefühlt, seine Vorstellung „Von der Pflicht“ des Staatsbürgers in Buchform zu veröffentlichen [Achtung, da ist wieder so ein eingebetteter Link). Hiervon kenne ich nicht das Original, sondern nur ein paar Repliken. Z.B.:


    https://empore.blog/von-der-pf…ntlichen-intellektuellen/

  • Hmja, "guter Staatsbürger" ist ja keine Definition, die Precht erfunden hat. Das es ein Originalzitat war, war mir schon klar. Ich meinte das Zitat im Zusammenhang. Sorry, falsch ausgedrückt.


    Bei ihm endet die staatsbürgerliche Pflicht auch an einem bestimmten Punkt.

    Minute 12: 50


    PS: an der Zitiertechnik lags nicht, die ist bei Dir auch meist ausführlich persönlich kommentiert.

    Soweit ich das beurteilen kann, wurde die Expertise der genannten Quelle angezweifelt.

    Somit gerät man in den Ruf absichtlich falsche oder ungenaue Dinge zu posten.

    Ich hab's aber nicht wirklich verfolgt, darum kann ich's nur vermuten.

  • Bei ihm endet die staatsbürgerliche Pflicht auch an einem bestimmten Punkt.

    Minute 12: 50


    Und er macht auch gleich das Hintertürchen auf, das autoritären Politiker und Menschen, bei denen die Angst vor ihren Mitmenschen so tief sitzt, dass sie jeden für einen potentiellen Gefährder halten, gerne jetzt schon öffnen würden, um den Weg zu bereiten für die Impfung der Kinder und für eine dritte (und vierte und fünfte...) Impfung aller anderen. Das Hintertürchen ist die verringerte Wirksamkeit bei Mutanten, Minute 15 in deinem Link. Du erkennst die Stelle an Prechts erhobenem Zeigefinger.


    Aber das war gar nicht mein Punkt. Mein Punkt war, dass Precht mir regierungskritische Äußerungen verbieten will (in dem Interview mit dem Schweizer Fernsehen), wenn diese den Erkenntnissen einer (staatsnahen) Wissenschaft widersprechen.


    Und das geht einfach gar nicht. Als Philosoph schießt er sich damit ins diskursive Aus. So wie Borjans mit seinem Redeverbot für Mertens sich ins politische Aus manövriert.

  • Und er macht auch gleich das Hintertürchen auf, das autoritären Politiker und Menschen, bei denen die Angst vor ihren Mitmenschen so tief sitzt, dass sie jeden für einen potentiellen Gefährder halten, gerne jetzt schon öffnen würden, um den Weg zu bereiten für die Impfung der Kinder und für eine dritte (und vierte und fünfte...) Impfung aller anderen. Das Hintertürchen ist die verringerte Wirksamkeit bei Mutanten, Minute 15 in deinem Link. Du erkennst die Stelle an Prechts erhobenem Zeigefinger.


    Aber das war gar nicht mein Punkt. Mein Punkt war, dass Precht mir regierungskritische Äußerungen verbieten will (in dem Interview mit dem Schweizer Fernsehen), wenn diese den Erkenntnissen einer (staatsnahen) Wissenschaft widersprechen.


    Und das geht einfach gar nicht. Als Philosoph schießt er sich damit ins diskursive Aus. So wie Borjans mit seinem Redeverbot für Mertens sich ins politische Aus manövriert.

    Die Äußerungen sind doch keineswegs verboten ( aus dem 5min Clip) .

    Ich setze mich für die 85% jedenfalls nicht mehr ein.

  • Die Äußerungen sind doch keineswegs verboten ( aus dem 5min Clip) .

    Ich setze mich für die 85% jedenfalls nicht mehr ein.

    Meinst du jetzt Prechts Äußerungen? Natürlich sind die nicht verboten. Er kann sagen, was er will. Die Frage ist, ob man ihn danach noch ernst nimmt, insbesondere als Philosoph. Ich tu‘s nicht mehr.


    Oder meinst du die Äußerungen, die Precht gerne verbieten würde? Sie sind‘s nicht, aber Kanäle wie Youtube erschweren zunehmend deren Verbreitung, und sie wurden durch staatliche Stellen dazu ermächtigt. Auch der neue Rundfunkstaatsvertrag bietet Möglichkeiten des Eingriffs in die Meinungsfreiheit, die ich für gefährlich halte.


    Für die 85 Prozent setze ich mich auch nicht ein, wozu auch? Die offene Frage scheint mir eher zu sein, wie man sich gegen die 85 Prozent wehren kann.

  • Du kannst Dich gegen die 85% nicht wehren.

    (Oder nur sehr schwer. Dieselben Probleme kriegst Du ja bei Sachen, wie z.B. Arbeitskampf. )

    Es ist zwar eine irgendwie bedauerliche Vorstellung, daß das Denken sich hauptsächlich aus Bildschirminhalten speist, aber dagegen kann man wohl auch leider nix machen.

    Natürlich kann man da auch viel Gutes finden, aber insgesamt trägt die Bildschirmbilanz eben zu 85 plus bei.

  • Du kannst Dich gegen die 85% nicht wehren.


    Man kann‘s probieren. Die Impfweigerung als politische Aktion - sie können nicht 15 (na ja... vielleicht gerade noch...) oder 30 Prozent vom gesellschaftlichen Leben ausschließen.


    P.S.

    Du bekommst deine Chance dann im Herbst, wenn sie dir den „Booster“ verpassen wollen. ;)

  • Man kann‘s probieren. Die Impfweigerung als politische Aktion - sie können nicht 15 (na ja... vielleicht gerade noch...) oder 30 Prozent vom gesellschaftlichen Leben ausschließen.


    P.S.

    Du bekommst deine Chance dann im Herbst, wenn sie dir den „Booster“ verpassen wollen. ;)

    Ja, stimmt. Das läßt die Wirtschaft nicht zu.

    Überlege ich mir bis dahin.

    Ich bin aber wenig erbaut von dem Zeuch.

  • Es wird immer absurder. Jetzt muss man sich schon von 100-Kilo-Menschen (reicht das überhaupt...?) Gesundheitstipps geben lassen. Und das in einem unverschämten Tonfall („Alle impfen. Keine Ausreden.“), dass ich beim besten Willen nicht anders kann als zu sagen: Halt‘s Maul, du fette Sau!




    P.S.

    Ich fand Fefe immer gut, sein Blog gehörte zu meinem täglichen Nachrichten-Cocktail. Seit „Corona“ nicht mehr, sein Alarmismus, der unhinterfragt nur die Narrative der Staatsvirologen transportiert, geht mir auf den Sack. Aber das konnte bislang unter der Rubrik „Meinungverschiedenheiten“ abgehakt werden. Der neuerliche Impf-Autoritarismus nicht mehr, zumal sein Link dafür keine Rechtfertigung liefert, eher im Gegenteil:


    https://blog.fefe.de/?ts=9e0ee62e

  • Ich wage mal zu behaupten, die Zahl wird noch steigen. Für die Wirtschaft bist du natürlich ohnehin ein schlechter Konsument, wenn du nicht bereit bist dich piksen zu lassen. Solche Leute installieren auch nicht die Datenschnüffler Luca-App. Wenn die großen Player nicht Zugeständnisse machen, werden die kleinen es auch nicht.


    Fefe hat sich in Sachen Covid von der Angst anstecken lassen und meiner Meinung nach verrannt. Zuletzt hatte er auch die Deltavariante gehyped. Die Risikoanalyse für den Einzelfall und Abwägen mit anderen Faktoren nimmt er da nicht mehr vor. Echt schade, seine Stimme hat Gewicht in gewissen Kreisen.


    Inzwischen bekommt man ja recht einfach einen Termin. Die Risikogruppen sind größtenteils durchgeimpft. Wir sollten uns langsam öffnen.

  • https://mobile.twitter.com/Ros…tatus/1415990347432435713


    Borjans: „In diesem konkreten Fall würde ich sagen dass das [gemeint ist Mertens Antwort auf die Frage von Lanz] nichts für eine öffentliche Äußerung ist.“

    Dazu passt.

    Das liegt übrigens voll im Zeitgeist, weswegen ich auf diesen Aufreger überhaupt nochmal eingehe. Sie reden sich damit heraus, es sei nur ein Entwurf gewesen. Was mich irgendwie nicht beruhigt.


    Eine mehr oder weniger enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und privater Zensur willkürlichen Durchsetzung von Richtlinien wurde mit der aktuellen Krise deutlich, eingeführt und oder verschärft. Rückblickend war unserer kleiner Plausch zum Medienstaatsvertrag damals ein Ausblick in die Zukunft. Kaum jemanden kümmert es. Die damit verbundenen Befürchtungen sind wahr geworden und die Versprechen wurden nicht eingelöst.


    Trump hat vielen die Birne gehackt.


    Dass es ausgerechnet beim Nischen-Thema Start Ups hohe Wellen schlug ist auch bezeichnend.


    Pegasus ist eine mächtige Überwachungssoftware. Sie soll helfen, Terrorismus und Verbrechen zu verhindern.


    Aber vielen Staaten dient Pegasus als Waffe gegen ganz andere Feinde: Journalisten, Menschenrechtler und Oppositionelle.


    Das Pegasus-Projekt Cyberangriff auf die Demokratie


    Primärquelle: https://www.theguardian.com/wo…-weapon-nso-group-pegasus

  • RobFord Redux

    Danke für den Link zu Greenwald. Is‘n Guter.


    Die Pegasus-Story wurde, wenn ich da richtig hingehört habe, auch in den Abendnachrichten erwähnt. Das Recherche-Netzwerk aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung... Meistens sind das keine allzu großen Überraschungen.



    Aha. Nur von autoritären? Oder auch von solchen, die‘s gern wären...?


    Andererseits braucht man so was nicht, wenn die Journalisten eh mehr oder weniger alle auf Linie sind. Oder wenn man einen Staatstrojaner hat.

  • RobFord Redux

    Danke für den Link zu Greenwald. Is‘n Guter.


    Die Pegasus-Story wurde, wenn ich da richtig hingehört habe, auch in den Abendnachrichten erwähnt. Das Recherche-Netzwerk aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung... Meistens sind das keine allzu großen Überraschungen.

    Snowden kündigte es als Story des Jahres an. Da wird noch mehr kommen.

  • Dachte mir schon, dass Johnson nicht zu trauen ist. Am „Freedom Day“ ist ein Haken dran:

    Hat das ein Verfallsdatum oder verlängert sich mit dem Ende der jeweiligen Wirkung der Impfung alle 6 Monate automatisch. Nochmal wollte ich mich eigentlich nicht impfen lassen.


    Remember Remember

  • Ratz-fatz kommt die Impfpflicht. Zumindest, wenn‘s nach der taz geht.


    https://taz.de/Anti-Corona-Politik/!5787512/


    Die ZEIT hat gerade ein ähnlich absurdes Stück abgeliefert, aber immerhin findet man dort (noch) eine Gegenrede.


    https://www.zeit.de/amp/gesell…rer=https%3A%2F%2Ft.co%2F


    https://www.zeit.de/amp/politi…__twitter_impression=true


    Diese Diskussion findet statt vor dem Hintergrund leicht steigender Inzidenzwerte, die aber keinen Anstieg der Hospitalisierungen mit sich bringen.




    Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass die Impfungen nicht annähernd das bringen, was man sich von ihnen erhofft hat. Beispiel aus Israel, weitgehend durchgeimpft mit BioNTech: