Impfhoffnung vs Impfimperium

  • Quelle: https://alias-podcast.de/2020/…hoffnung-vs-impfimperium/

  • Einzelne Tageswerte vielleicht nicht, aber der wöchentliche Durchschnitt durchaus. Ich verfolge regelmäßig die Tagesberichte des RKI und habe aus den wöchentlich berichteten Werten der Positivquote (positive Tests geteilt durch Gesamtzahl der Tests) mal eine kleine Graphik gebastelt.



    Quellen: https://www.rki.de/DE/Content/…df?__blob=publicationFile

    https://www.rki.de/DE/Content/…df?__blob=publicationFile


    Die orangefarbene Kurve stellt den Verlauf der "ersten Welle" dar. Daten gibt es erst ab Kalenderwoche 11, deshalb fehlt leider der untere (exponentielle) Teil des Anstiegs. Aber man sieht, dass es nach Überschreiten der 3-Prozent-Marke nur noch vier Wochen gedauert hat, bis der Scheitelpunkt erreicht wurde (in KW 15, d.h. 6. bis 12. April). Danach sanken die Werte und verloren sich ab Juni im Grundrauschen.


    Seit KW 38 steigen die Werte aktuell wieder an (blaue Kurve). In der Graphik wurden beide "Wellen" so übereinandergelegt, dass man ihren Verlauf vergleichen kann. Der Anstieg zwischen KW41 und KW 43 ist dem der ersten Welle zwischen KW 11 und KW 14 recht ähnlich, allerdings knickt die derzeitige Welle schon früher deutlich ab, bei unter 8 Prozent. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann erreichen wir nicht ganz die Höhe der ersten Welle. Und vor allem: Heute, in KW 47, sind wir bereits "über den Berg" - das deckt sich mit der "SPIEGEL"-Meldung. Übrigens begann die aktuelle Abschwächung bereits in KW 44, also vor dem "Lockdown light".


    Und trotzdem wird die Bundesregierung heute zusammen mit den Länderchefs zumindest eine Verlängerung, wahrscheinlich sogar Verschärfung der Restriktionen beschließen.

  • Moin,


    kurz eine Meldung aus dem Auslandssemester in Bern. Ich bin hier mit diversen Spanierinnen und Spaniern am Studieren. Ich wollte mich kurz zum Ende vom Podcast melden, wo Stefan den Zusammenhang zwischen millionenfachen Tests in Madrid und die dramatische Senkung der Zahlen setzen. Hier wollte kurz ergänzen, dass den Test doch so einiges vorausging:

    • Einen der härtesten Lockdowns in Europa.
    • Menschen durften ihre Wohnviertel nur noch für die Arbeit verlassen.
    • Restaurants, Diskos etc. waren monatelang geschlossen.
    • Private Kontakte waren auf 6 Personen reduziert.
    • Über Monate konnten Bürger:innen kaum das Haus verlassen.

    Cheers,


    Max

  • Der libertäre Martin stößt sich ja daran den 2+4-Vertrag als Friedensvertrag anzusehen, wem es ähnlich geht empfehle ich die Lektüre der UN-Charta speziell Ausführunge zu allgeneinen Gewaltverzicht und dann warum uns Deutsche (und Japan) weder Friedensverträge noch UN-Charta schützen. Als Googelstichwort sei Feindstaatenklausel genannt.

  • Der libertäre Martin stößt sich ja daran den 2+4-Vertrag als Friedensvertrag anzusehen, wem es ähnlich geht empfehle ich die Lektüre der UN-Charta speziell Ausführunge zu allgeneinen Gewaltverzicht und dann warum uns Deutsche (und Japan) weder Friedensverträge noch UN-Charta schützen. Als Googelstichwort sei Feindstaatenklausel genannt.

    Also unser Vertrag interessiert mich nicht so. Eher ob es vielleicht ähnliche Verträge mit den Ländern im Nahen Osten gab. Oder für welche Regionen überhaupt noch bindende Friedensverträge oder Absprachen gelten. Oder seit wann diese aufgehoben sind.


    Hab bei Wikipedia geschaut. Früher war mehr Friedensvertrag.

  • Also unser Vertrag interessiert mich nicht so. Eher ob es vielleicht ähnliche Verträge mit den Ländern im Nahen Osten gab. Oder für welche Regionen überhaupt noch bindende Friedensverträge oder Absprachen gelten. Oder seit wann diese aufgehoben sind.


    Hab bei Wikipedia geschaut. Früher war mehr Friedensvertrag.

    Spielt heute einfach weniger eine Rolle, e wird fleißig ohne formelle Kriegserklärung erschossen, erdrohnt und anderweitig gemordet.

    Die USA sind momentan im tiefsten Frieden, nur die Länder(eien) denen sie Besuch abstatten nicht mehr...

  • Spielt heute einfach weniger eine Rolle, e wird fleißig ohne formelle Kriegserklärung erschossen, erdrohnt und anderweitig gemordet.

    Die USA sind momentan im tiefsten Frieden, nur die Länder(eien) denen sie Besuch abstatten nicht mehr...

    Die kriegen hoffentlich keine Neuauflage Bürgerkrieg. Aber ich denke nicht, dafür sind sie zu gut bewaffnet.

  • Der libertäre Martin stößt sich ja daran den 2+4-Vertrag als Friedensvertrag anzusehen, wem es ähnlich geht empfehle ich die Lektüre der UN-Charta speziell Ausführunge zu allgeneinen Gewaltverzicht und dann warum uns Deutsche (und Japan) weder Friedensverträge noch UN-Charta schützen. Als Googelstichwort sei Feindstaatenklausel genannt.

    Ich bin jetzt auch noch nicht durch den Podcast durch, aber: wen störts, wenn er nicht an den Friedensvertrag glaubt? Bzw. warum sollte man dann die "Ausführunge zu allgeneinen Gewaltverzicht " lesen? Ist das überhaupt noch aktuell?

    Sorry für die naive Frage, hab gerade keine Zeit zum lesen.

    Welchen Schaden richtet es an, wenn das jemand glaubt? Gerät man damit vielleicht in gefährliches Fahrwasser?

    Welche Kriege sind bisher mit Berufung auf die Charta oder einen Friedensvertrag verhindert worden?

  • Der libertäre Martin stößt sich ja daran den 2+4-Vertrag als Friedensvertrag anzusehen, wem es ähnlich geht empfehle ich die Lektüre der UN-Charta speziell Ausführungen zu allgeneinen Gewaltverzicht und dann warum uns Deutsche (und Japan) weder Friedensverträge noch UN-Charta schützen. Als Googelstichwort sei Feindstaatenklausel genannt.

    Ja, ein weiter Punkt dabei ist, dass der 2+4-Vertrag eben nur ein Vertrag unter 6 ist. Die Liste der Kriegserklärungen an Deutschland ist aber relativ umfassend über den Erdball.


    Das wird gerne verdrängt, weil sonst müsste man z.B. auch mit anderen Opfern wie Griechenland Bedingungen aushandeln. Das Kalkül dabei ist, das mit der Zeit die Nationalstaatlichkeit durch eine europäische Supernation das Problem aus der Welt schafft. Spiel auf Zeit. Darum wird das Thema auch tabuisiert. Solange wir stabile Verhältnisse haben, kann dieses Spiel irgendwann aufgehen.


    Man muss sich nicht wundern, dass rechte Bauernfänger dieses Tabu nutzen, wenn solche Details einfach unberücksichtigt gelassen werden und wenn jemand dann doch darüber sprechen will, wie der Martin mit einem Abwehrreflex konfrontiert ist.


    De jure und de facto sind eben unterschiedliche Dinge. Zeit hilft oft, um aus de facto irgendwann de jure werden zu lassen. Eine guter Einstieg.

  • Ich bin jetzt auch noch nicht durch den Podcast durch, aber: wen störts, wenn er nicht an den Friedensvertrag glaubt? Bzw. warum sollte man dann die "Ausführunge zu allgeneinen Gewaltverzicht " lesen? Ist das überhaupt noch aktuell?

    Sorry für die naive Frage, hab gerade keine Zeit zum lesen.

    Welchen Schaden richtet es an, wenn das jemand glaubt? Gerät man damit vielleicht in gefährliches Fahrwasser?

    Welche Kriege sind bisher mit Berufung auf die Charta oder einen Friedensvertrag verhindert worden?

    Nicht an einen Friedensvertrag glauben ist eine Sache, mit so Semantik BS wie Sieger- und Besatzungsmacht im Hinblick auf die Relevanz des Vertrages zu spielen ist schon fast ein Indiz für Reichsbürgerdenke.


    Die UN-Charta ist aktuell, aber nur mäßig friedenssichernd. Vetomächte und deren Günstlinge können nach wie vor Krieg führen wie sie wollen.

    Friedensverträge sind nicht direkt intuitiv benannt, sie sind nicht primär dazu Frieden zu sichern, sondern laufende Waffengänge zu beenden.

    Völkerrechtlich ist leider immernoch reines Recht des Stärkeren, Humanitäre Gründe werden gern vorgeschoben z.B. Kosovo, Afghanistan, Irak oder Libyen sie gelten aber nicht gegenüber richtig Starken (USA,China) oder Atomarversicherten wie Nordkorea.

  • Nicht an einen Friedensvertrag glauben ist eine Sache, mit so Semantik BS wie Sieger- und Besatzungsmacht im Hinblick auf die Relevanz des Vertrages zu spielen ist schon fast ein Indiz für Reichsbürgerdenke.


    Die UN-Charta ist aktuell, aber nur mäßig friedenssichernd. Vetomächte und deren Günstlinge können nach wie vor Krieg führen wie sie wollen.

    Friedensverträge sind nicht direkt intuitiv benannt, sie sind nicht primär dazu Frieden zu sichern, sondern laufende Waffengänge zu beenden.

    Völkerrechtlich ist leider immernoch reines Recht des Stärkeren, Humanitäre Gründe werden gern vorgeschoben z.B. Kosovo, Afghanistan, Irak oder Libyen sie gelten aber nicht gegenüber richtig Starken (USA,China) oder Atomarversicherten wie Nordkorea.

    Vielleicht ist das so was wie ein Einstiegsgedanke in die Reichsbürgerszene.

    Über die ich allerdings nicht viel weiß, außer daß Geschichtsrevisionismus da ein beliebtes und für unsereiner unangenehmes und nerviges Hobby ist. Jedenfalls auch ne Parallelwelt innerhalb eher rechts verorteter.

    Deswegen kriegt man auch nen Hals, wenn man dergleichen hört, "Reichsbürger" schwingt da gleich mit, obwohl ich bei Stefans Gast bis jetzt noch nicht den Eindruck hab. Er war doch recht aufgeschlossen und paßt nicht so recht ins Bild.

    Na ja, ich höre mir die Folge morgen zu Ende an und kann sie dann bewerten.

  • Nicht an einen Friedensvertrag glauben ist eine Sache, mit so Semantik BS wie Sieger- und Besatzungsmacht im Hinblick auf die Relevanz des Vertrages zu spielen ist schon fast ein Indiz für Reichsbürgerdenke.


    Die UN-Charta ist aktuell, aber nur mäßig friedenssichernd. Vetomächte und deren Günstlinge können nach wie vor Krieg führen wie sie wollen.

    Friedensverträge sind nicht direkt intuitiv benannt, sie sind nicht primär dazu Frieden zu sichern, sondern laufende Waffengänge zu beenden.

    Völkerrechtlich ist leider immernoch reines Recht des Stärkeren, Humanitäre Gründe werden gern vorgeschoben z.B. Kosovo, Afghanistan, Irak oder Libyen sie gelten aber nicht gegenüber richtig Starken (USA,China) oder Atomarversicherten wie Nordkorea.

    Aha, so wie beim Internationalen Strafgerichtshof.

  • Was war denn der Anlass für Paul, die Frau nach dem Friedensvertrag zu fragen? Trug sie eine Reichbürgerfahne? Oder sonstige fragwürdige Symbole?


    Ich muss zugeben, mich hätte die Frage auch kalt erwischt. Hätte wohl ebenfalls gefährliches Halbwissen dahergestottert wie „es gibt keinen“ oder so. Aber ich hätte Paul einiges über die zeitliche Begrenztheit exponentieller Virenverbreitung erzählen können und darüber, dass die Maßnahmen der Regierung auch jetzt wieder, wie schon bei der ersten Welle, entkoppelt zu sein scheinen von diesem Wachstum - sie wurden erlassen just in dem Moment, als das Wachstum sich verlangsamt hat, wie beim ersten Mal.


    Dieser Eindruck einer gewissen Willkürlichkeit der Maßnahmen war doch der Anlass für die Demo, oder nicht? Daher überrascht mich diese Frage von Paul.

  • Ich bin noch etwa 2 Stunden vor dem Ende dieser Episode. Aber zunächst: Danke an Jenny für ihre strikte Wortmelde-Disziplin seit einigen Folgen - das entspannt das Hören ungemein! Jennys Einwürfe sind zwar nach wie vor oft im Spektrum von fundamental naiv bis manisch pietistisch angesiedelt, aber das ist wohl dem Wesen und der Herkunft geschuldet - und sie tragen selbstverständlich zur globalen Debatte bei.


    Welche libertäre Gesellschaftsform sich Martin wünscht, habe ich bis dato noch nicht ganz verstanden. Kein Eingriff in die Rechte und Freiheiten des Einzelnen, aber alle (sozialen) Pflichten beim fürsorgenden Staat?! Wasch mich, aber mach mich nicht naß? Vielleicht vervollständigt sich das Bild ja bis zum Ende der Sitzung ...

  • 🤦‍♀️🤷‍♀️🤪


    🤪

    🤷‍♀️

    🤦‍♀️


    Das Imperium Sprüht Zurück. 🤷‍♀️