Aufmunternde Elche

  • Quelle: https://alias-podcast.de/2020/11/30/aufmunternde-elche/

  • Zum "Kaltstart" mit der Ärztin möchte ich etwas ergänzen. Es gibt nämlich gute Gründe, die gegen einen massenhaften Einsatz der Antigen-Schnelltests sprechen. Drosten hat das in der vergangenen Podcast-Folge so erklärt:



    50 Prozent Ausfälle durch falsch Positive: Kein Gesundheitssystem und keine Volkswirtschaft kann sich das leisten. Vorausgesetzt, Drostens Zahlen stimmen (wovon ich ausgehe: 99 Prozent Spezifität und <1 Prozent Prävalenz entsprechen dem, was ich auch anderswo schon gelesen habe), dann hatte die Ärztin mit ihrem vor der Abreise zur Sendung durchgeführten Schnelltest schlichtweg Glück. Genauso wahrscheinlich wäre es gewesen, dass sie den Tag zuhause auf dem Sofa hätte verbringen müssen.

  • Alexander Kekulé war gestern in der Sendung „Fragen an den Autor“ zu Gast:

    http://sr-mediathek.de/index.p…te=7&id=18370&pnr=&tbl=pf


    Und da hat er was rausgehauen, was er so deutlich in seinem Podcast noch nicht sagte: Der Schnelltest wird vom Schweizer Konzern Rocher nur importiert von einem südkoreanischen Hersteller. Und dieser hatte den Schnelltest bereits ENDE FEBRUAR auf dem Markt gebracht! Und in den ersten Monaten hatte das deutsche Gesundheitsministerium diese Tests abgelehnt, weil sie halt auf die PCR gesetzt haben. Nur: Als die Preise für die PCR in den Keller gingen (Anfang hatte ein Labor rund 200€ für einen Test bekommen, heute sind es nur noch um die 30€), haben die Labore kein Interesse mehr daran gehabt die Testzahlen hoch zu halten. Und der Bevölkerung wird es seitens Politik so verkauft „Die Labore sind überlastet“. Nein! Die Labore haben einfach ihre Ressourcen runtergefahren!



    Stefan: Was soll eigentlich Dein ständiges Bodyshaming? Ich zum Beispiel habe auch Übergewicht. Ist halt einfach Folge anderer Krankheiten. Und nicht jeder kann sein Leben um eine Body Battery aufbauen. Frag mal einen Hartz IV Empfänger, Beschäftigten im Niedriglohnsektor (was hier im Osten die meisten sein!), Alleinerziehende Mütter, usw. Ein „aktives Leben“ muss man sich eben auch leisten können! Mir geht diese ganze Ignoranz von maximal privilegierten Menschen so dermaßen gegen den Strich mittlerweile...


    Und: Bitte gewöhne Dir doch mal einen anderen Diskussionsstil an. Wie Du der Jenny ständig ins Wort fällst, ihr irgendwelche Dinge andichtest, das ist beim zuhören einfach sehr unangenehm. Würde ich so mit den Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umgehen, wie Du teilweise mit Jenny in einem öffentlichen Podcast umgehst, die hätten mir schon lange links und rechts eine gepfeffert. Weil man so einfach nicht miteinander umgeht. Man lässt andere Menschen zumindest mal aussprechen und fällt ihnen nicht immer wieder ins Wort und verdreht dann noch ihre Wörter. Und auch das Du Nicole so gar nicht einbezogen hast, das geht so nicht. Du kannst doch nicht als Gastgeber jemanden einladen und dann diese Person ständig außen vor lassen!

  • Axel

    Interessant, diese Aussage von Kekulé.


    Aber nochmal: 50 Prozent falsch Positive! Und das bei hoher Inzidenz, wie sie nur in Hotspots vorkommt. Unter "normalen" Umständen sind das noch mehr! Nicht auszudenken, welches Panik-Level wir heute hätten, wenn damit schon seit Monaten massenhaft getestet worden wäre.


    Die Entscheidung der Politik, diese Tests bei uns nicht massenhaft einzusetzen, war somit goldrichtig, egal aus welchen Motiven heraus sie getroffen wurde. Anders ist die Situation natürlich bezüglich der gezielten Testung von Erkrankten.


    P.S.

    Jenny ist super und mein Eindruck ist, dass sie sich auch ganz gut zur Wehr setzen kann. ;):thumbup:

  • Axel

    Aber nochmal: 50 Prozent falsch Positive! Und das bei hoher Inzidenz, wie sie nur in Hotspots vorkommt. Unter "normalen" Umständen sind das noch mehr! Nicht auszudenken, welches Panik-Level wir heute hätten, wenn damit schon seit Monaten massenhaft getestet worden wäre.

    Aber darum geht es in der Diskussion doch garnicht. Das sagt auch Kekule in dem Gespräch. Natürlich sind diese Tests nicht so genau. Aber die sind ja auch nicht für das Krankenhaus oder so. Sondern wären für den Privatgebrauch vollkommen ausreichend. Etwa wenn es um die Frage geht: Bin ich gerade infektiös, kann ich meine Omi besuchen? Auf DIESER Ebene sind diese Tests vollkommen ausreichend! Es geht auch um die Psychologie: Nämlich im privaten Rahmen die Gefahr sichtbar und handlebar zu gestalten. Bis jetzt haben die Leute keine Wege selbstbestimmt die Gefahren zu sehen und abzuwägen. Allein dafür wäre so ein Schnelltest essentiell!


    Die PCR Tests haben ja das Problem, dass sie keine Aussage darüber machen, ob man gerade akut infektiös ist. Die springen auch positiv an, wenn man kaum noch Viren ausscheidet und somit das Ansteckungsrisiko gering ist. Also da werden auch Menschen in Quarantäne geschickt, die das Virus gut unter Kontrolle und die Erkrankung beinahe hinter sich haben. Das wiederum ist wichtig wenn es um Krankenhäuser, Pflegeheime, etc. geht. Also wo es um echten Schutz geht.


    Daher: PCR für kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder Altenheime. Für die privaten Rahmen die Schnelltests.


    Drosten würde ich übrigens nicht zu hoch stellen. Der Mann ist mir zu sehr mit dem RKI und der Politik verbandelt. Der schaut auch NUR auf die Virologie, während Kekulé auch auf die Epidemiologie schaut, auf die Gesellschaft und andere Faktoren wie Psychologie und das alles mit einfließen lässt. Drosten argumentiert rein virologisch und das ist mir im jetzigen Stadium zu wenig.

    Zitat

    Jenny ist super und mein Eindruck ist, dass sie sich auch ganz gut zur Wehr setzen kann. ;):thumbup:

    Was keine Entschuldigung dafür sein kann, jemanden ständig ins Wort zu fallen. Nichts entschuldigt unhöfliches Verhalten, ganz egal ob der andere sich „zur Wehr“ setzen kann oder nicht. Aber vielleicht bin ich da auch nur ein „alter weißer ostdeutscher Mann“ und verstehe die heutige Welt in meiner Altmodischkeit nicht mehr, keine Ahnung... :/

  • Aber darum geht es in der Diskussion doch garnicht. Das sagt auch Kekule in dem Gespräch. Natürlich sind diese Tests nicht so genau. Aber die sind ja auch nicht für das Krankenhaus oder so. Sondern wären für den Privatgebrauch vollkommen ausreichend. Etwa wenn es um die Frage geht: Bin ich gerade infektiös, kann ich meine Omi besuchen? Auf DIESER Ebene sind diese Tests vollkommen ausreichend! Es geht auch um die Psychologie: Nämlich im privaten Rahmen die Gefahr sichtbar und handlebar zu gestalten. Bis jetzt haben die Leute keine Wege selbstbestimmt die Gefahren zu sehen und abzuwägen. Allein dafür wäre so ein Schnelltest essentiell!

    Was die Leute privat machen ist mir egal. Als Kriterium, die Oma nicht zu besuchen, kann man so einen Schnelltest nehmen. Oder man wirft eine Münze - bei niedriger Prävalenz sind beide Verfahren ungefähr gleichwertig. Das ist, salopp gesagt, was Drosten im Podcast-Zitat da oben erzählt.


    Sinnvoller ist es, die Omi dann nicht zu besuchen, wenn man einen Schnupfen hat. Oder sonstige Krankheitssymptome.


    Die PCR Tests haben ja das Problem, dass sie keine Aussage darüber machen, ob man gerade akut infektiös ist. Die springen auch positiv an, wenn man kaum noch Viren ausscheidet und somit das Ansteckungsrisiko gering ist. Also da werden auch Menschen in Quarantäne geschickt, die das Virus gut unter Kontrolle und die Erkrankung beinahe hinter sich haben. Das wiederum ist wichtig wenn es um Krankenhäuser, Pflegeheime, etc. geht. Also wo es um echten Schutz geht.


    Daher: PCR für kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder Altenheime. Für die privaten Rahmen die Schnelltests.

    Da bin ich so ungefähr bei dir. Das Problem ist halt, dass die Schnelltests für alles Mögliche propagiert werden, auch im nicht-privaten Bereich. Zum Beispiel für Tests an Schulen...


    Drosten würde ich übrigens nicht zu hoch stellen. Der Mann ist mir zu sehr mit dem RKI und der Politik verbandelt.

    Auch da stimme ich dir zu. Insbesondere ist er auch mit einem Hersteller von PCR-Testkits (TIB-

    Molbiol) verbandelt... :rolleyes:


    Mit ein bisschen Vorwissen kann man aber abschätzen, wo er Mist erzählt und wo nicht. Hier tut er das nicht. Die Bedeutung des positiv prädiktiven Werts erklärt übrigens auch MaiLab ganz gut:


  • Wird jeder die Impfung bekommen oder jeder, der krankenversichert ist? Immer mehr ohne Krankenversicherung. Wir werden sehen. Denke das könnte ein realistisches Szenario sein, indem Jennys Einspruch korrekt wäre.


    Die Unterstellung, dass all diese Leute dann selbst schuld wären, ist natürlich fragwürdig, auch wenn das nicht das war, was gesagt wurde. Das Infektionsgeschehen könnte trotzdem zurückgedrängt werden. Wieso das potenzielle Verneinen einer generellen Schuldfrage gleichzeitig die Zurückdrängung verneinen soll, muss mir auch erst jemand erklären. Jeder weiß ja seit dem Frühjahr alle, das wir dazu nur so etwa 70 % Immunität benötigen.


    Auch, wenn Jenny die Schuld auf sich genommen hat. Knackpunkt war diesmal das Szenario ("Wenn jeder das Impfangebot bekommen hat"), was schon infrage gestellt wurde, nicht die daraus resultierende Schlussfolgerung. Da habt ihr dann wunderbar aneinander vorbeigeredet.

  • Ich habe nicht ganz mitbekommen, was denn die Konsequenz sein soll, wenn man „schuldig“ erkrankt (also nach einem nicht wahrgenommenen Impfangebot). Wird einem dann die ärztliche Behandlung verweigert? Erlischt die Krankenversicherung und man muss die Folgen selbst tragen?


    Und was ist mit denen, die - nach gleicher Logik ebenfalls wissentlich und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, also „schuldig“ - an den Nebenwirkungen der Impfung erkranken?


    Mir scheint, das Konzept des „schuldig Erkrankens“ ist noch nicht ganz durchdacht. Man müsste dazu auch überlegen, was wir mit Skifahrern machen, die das Risiko eingehen, sich die Haxen zu brechen - wenn die Pisten mal wieder aufmachen. Überhaupt: gefährliche Sportarten...?

  • Ich habe nicht ganz mitbekommen, was denn die Konsequenz sein soll, wenn man „schuldig“ erkrankt (also nach einem nicht wahrgenommenen Impfangebot). Wird einem dann die ärztliche Behandlung verweigert? Erlischt die Krankenversicherung und man muss die Folgen selbst tragen?

    Die Konsequenz wäre lediglich, dass du dann krank bist.

  • Ich werde mich definitiv nicht impfen lassen. Habt ihr schon Pandemrix vergessen? https://www.spiegel.de/gesundh…-ignoriert-a-1229144.html


    Das einzige was man jetzt hat, sind Aussagen von Herstellern, die den Impfstoff an 30.000 Leute getestet haben. Das ist nichts bei Impfstoffen die Milliarden verabreicht werden sollen! Mal angenommen „nur“ 3 pro 100.000 Geimpften würden an schwersten Nebenwirkungen erkranken. Das wäre viel zu viel.


    Und nein, ich bin kein Impfgegner. Lasse mich gegen die Grippe impfen. Aber das ist ein Impfstoff, der seit Jahrzehnten erforscht ist.

  • Bei den Studien ist zu berücksichtigen, dass die Hälfte der Probanden üblicherweise Placebos bekommt. Bei 30.000 Teilnehmern sind also nur 15.000 geimpft.


    Die Tests des sogenannten "Oxford"-Impfstoffs (AstraZeneca) mussten im September ausgesetzt werden, weil 2 Probanten schwere Nebenwirkungen erlitten. Man hat im Kontext der jüngsten Erfolgsmeldungen davon nichts mehr gehört, auch das kann einen misstrauisch machen.


    Ich würde von der preisgekrönten Wissenschaftsjournalistin Korinna Hennig übrigens erwarten, dass sie Drosten auf diese bekannten Probleme anspricht, wenn die jüngsten Erfolge bezüglich Zulassung in ihrem Podcast diskutiert werden.


    Edit:


    If it turns out that two people have developed transverse myelitis, given the relatively small number of people who have received the vaccine, that is notable, says Raina MacIntyre, an epidemiologist at the University of New South Wales in Sydney, Australia. “If there’s another case, it’s going to be very hard for this trial to recover from that.”

  • Ich werde mich definitiv nicht impfen lassen. Habt ihr schon Pandemrix vergessen? https://www.spiegel.de/gesundh…-ignoriert-a-1229144.html


    Das einzige was man jetzt hat, sind Aussagen von Herstellern, die den Impfstoff an 30.000 Leute getestet haben. Das ist nichts bei Impfstoffen die Milliarden verabreicht werden sollen! Mal angenommen „nur“ 3 pro 100.000 Geimpften würden an schwersten Nebenwirkungen erkranken. Das wäre viel zu viel.


    Und nein, ich bin kein Impfgegner. Lasse mich gegen die Grippe impfen. Aber das ist ein Impfstoff, der seit Jahrzehnten erforscht ist.

    Konventionelle Impfstoffe vertrage ich sehr schlecht. Habe Anfang des Jahres wieder zweimal die Erfahrung gemacht, zuletzt FSME. Die neue Alternative gibt mir wegen der fehlenden Erfahrung auch zu denken, auch wenn sie vielversprechend klingt. Ich bin daher unentschlossen, ob bzw. wie viel Zeit ich mir lassen soll. Eilig habe ich es nicht.


    Ich habe mich mal im Bekanntenkreis umgehört. Einige davon arbeiten im Gesundheits- bzw. Pflegebereich. Gerade die Jüngeren scheinen mehrheitlich abwarten zu wollen. Ich hoffe die Euphorie reicht aus, um im kommenden Frühjahr mit den Impflingen mehr zu haben, als den saisonalen Frischluft-Effekt.

    Aus der Erfahrung des vergangenen Sommers würde ich aber in jedem Fall für deutlich mehr Mut zur Normalität plädieren, ganz unabhängig vom Impfstoff. Und mit dem Angebot der Impfung sollte das umso leichter fallen.

  • Auch nicht ganz unwichtig für das Konzept des „schuldig Erkrankens“ ist die Frage, wie oft die Impfung wiederholt werden muss:

    https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=YaNSXNgEjJM

    Etwas verwirrend, wenn nicht irreführend die Analogie. Angeblich kann nichts passieren, weil der Umschlag zerstört wird. Aber die vermittelte Information bzw. die Reaktion darauf bleibt ja vorhanden oder eben doch nicht (länger als 6 Monate). Die Reaktion auf die Botschaft ist die Immunantwort und die war doch bei manchen gerade das Problem. Dass es keine Langzeitdaten gibt, ist nun auch nicht besonders ermutigend.

  • Hallo zusammen,


    da in der aktuellen Episode die Frage nach günstigen FFP2-/ KN95-Masken aufkam: Ihr findet stets aktuelle Angebote (aktuell <2 Euro) in Preissuchmaschinen. Hier zum Beispiel.


    Um die Versandkosten pro Maske niedrig zu halten, könntet ihr Sammelbestellungen (Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn, etc.) organisieren.

  • Jeder weiß ja seit dem Frühjahr alle, das wir dazu nur so etwa 70 % Immunität benötigen.

    Das sollte mal nach Impfstoff unterschieden werden, wenn ich das richtig verstanden habe verhindert bisher nur der Oxford Impfstoff die Infektiosität, die anderen unterdrücken lediglich den Krankheitsausbruch.

  • Frank beschreibt COVID-19 nach Einführung der Impfung wie folgt (bei 0:40:50):


    "Ich stelle mir das so vor wie die Grippe. Also da gibt's 'ne Statistik, dieses Jahr sind soundso viele Tausend daran gestorben und du wirst nicht einen einzigen davon kennen. [...] Und so wird das dann sein, jemanden wird's treffen [...]


    Ich frage mich: Wo ist da der Unterschied zur Situation heute?