Neue Verteidigungspolitik

  • Quelle: https://alias-podcast.de/2020/…eue-verteidigungspolitik/

  • Und ?

    Der Artikel erwähnt keine Kranken, nur Fälle. Somit ist davon auszugehen, dass es dort keine ernsthaft an COVID-19 Erkrankten gibt.


    Nachtrag: Der Tonfall des Tagesspiegel-Artikels erscheint mir sehr missgünstig. Es mag ja sein, dass unterschiedliche Zahlen kursieren und dass Palmer - ob beabsichtigt oder nicht - die für ihn günstigeren verbreitet hat. Aber was hat seine Äußerung aus dem April damit zu tun, die obendrein noch verkürzt und aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wird?


    Und selbst wenn die Tübinger Maßnahmen nicht zu hundert, sondern nur zu achtzig Prozent erfolgreich sind, verdient Palmers Initiative Anerkennung. Es gibt keinen vollständigen Schutz vor solchen Viren, wird es nie geben.

  • Der Artikel erwähnt keine Kranken, nur Fälle. Somit ist davon auszugehen, dass es dort keine ernsthaft an COVID-19 Erkrankten gibt.

    Steile These, aber wenn ich mir die Fallzahlen so anschaue und diese mit dem Kreis Konstanz (auch BW) vergleiche in dem ich wohne (knapp 60000 Einwohner mehr) sehe ich dass wir hier insgesamt weniger Tote und etwa gleich viele Stationär versorgte Corona Fälle haben. Auch unsere Inzidenz liegt etwa um 60 Fälle niedriger. Dennoch spricht keiner vom "Konstanzer Weg". Das ganze ist wenn ihr mich fragt nur eine PR Aktion von Palmer, der sich gerne als der tollste Bürgermeister Deutschlands darstellt. Sicher sind die Maßnahmen die dort ergriffen werden eine tolle Sache, aber auch keine Raketenwissenschaft und sicher auch in anderen Städten schon so oder ähnlich längst eingeführt. Oder um's auf schwäbisch auszudrücken: Palmer hat einfach nur ä große Gosch mit nix dahinter.

  • DancingLayouter

    Siehe mein Nachtrag. Wenn‘s in Konstanz noch besser läuft: Prima! Wir hier in Söderland können davon nur träumen.

    Eben das Ding ist, es hat keiner so richtig den Plan, warum jetzt im Süden immer noch so katastrophal aussieht, außer dass die Menschen immer noch zu viele Kontakte haben. Warum ist's gerade in Sachsen so explodiert ? Das zu untersuchen würde ja auch Zeit kosten und die haben wir eben nicht.

    Ob das "Leben mit Corona" überhaupt möglich ist, bevor die Infektionszahlen nicht so niedrig sind, dass sie kaum der Rede wert sind, wer weiß. Meiner Meinung ist das so. Klar ist viel versäumt worden während des Sommers, aber was wäre denn so schlimm im Frühjahr gewesen, wenn man noch zwei bis drei Wochen länger im Lockdown geblieben wäre ? Im Rückblick gesehen, nichts. Der Vorschlag vom Helmholtz Zentrum, dass Virus damit auszutrocknen, fand ich damals doch sehr einleuchtend. Aber alternative Szenarien im Nachhinein nachzustellen ist wohl müßig.

  • Ob das "Leben mit Corona" überhaupt möglich ist, bevor die Infektionszahlen nicht so niedrig sind, dass sie kaum der Rede wert sind, wer weiß. Meiner Meinung ist das so.


    Es wird uns nichts anderes übrigbleiben. Wie man hört schützt sogar die Impfung zwar vor (schwerer) Erkrankung, nicht aber vor Infektion.


    Es kann dann aber trotzdem Normalität einkehren. Vorausgesetzt, man hört auf, wie das Kaninchen vor der Schlange auf die Infektionszahlen zu starren und konzentriert sich auf das, was eine Epidemie eigentlich ausmacht: Schwere Krankheit und Tod.


    Dazu braucht es aber den entsprechenden politischen Willen.

  • 2. Zum Thema Sicherheit könnte der Youtuber Armidas vlt. was beitragen.

    Weil er den guten, alten Clausewitz erwähnt eines seiner besten Zitate welches mich immer neu zum Nachdenken bringt: "Der Krieg beginnt erst mit der Verteidigung."



    Die Diskussion über Drohnen fand ich etwas oberflächlich. Ob Drohnen nun nur zur Aufklärung oder auch zur Bekämpfung von Zielen eingesetzt werden finde ich wesentlich unproblematischer als das wie. Damit meine ich, dass Drohnen wie jedes andere Waffensystem sei es eine Pistole, Haubitze, Kampfhubschrauber oder Panzer nur unter UN- und Bundestagsmandat und den entsprechenden ROEs eingesetzt werden darf. Die einzige Neuerung die es meiner Ansicht nach nie geben sollte ist die autonome Entscheidung der Maschine das Feuer zu eröffnen, nachdem man sie mit dem aktuellen Terroristenquartett gefüttert hat. Am Abzug sollt stets ein Mensch verantwortlich sein.

  • Dass die Ausgestaltung und das Fehlen möglicher Eingriffe durch den Staat bei der "Lufthansa-Rettung" misslungen und diskutabel ist, steht natürlich außer Frage. Aber: dass man in Deutschland eine Art Staatsairline haben möchte, ist verständlich.


    Was wäre die Alternative? Die Alternative hieße sich von Billigairlines wie Ryanair (deren Ausbeutung der Mitarbeiter spielt auf einem völlig anderen Niveau...) und von staatlich subventionierten arabischen Airlines die de facto Privatbesitz der Königsfamilien sind (beides sind übrigens Beispiele warum die Lufthansa gezwungen war eine Budget-Airline zu gründen) abhängig zu machen. Meines Erachtens nicht sonderlich erstrebenswert.


    Auch wenn die Diskussion zum Thema müßig ist, aber es gibt nun einmal eine Lebenswirklichkeit diverser Menschen der Bevölkerung, die sich ohne grundlegende Maßnahmen der Regierung (und dazu fehlt eindeutig der Wille), nicht ändern wird. Ich als in der Wissenschaft Tätiger zähle z.B. dazu. Bei den typischen 2-3 Jahresverträgen kann man sich entscheiden, entweder die komplette Familie durch das föderale, deutsche Bildungssystem umzuziehen - nicht sonderlich erstrebenswert - oder zu pendeln.


    Die einzig nutzbare Prestige-Strecke, die die Deutsche Bahn seit der Wiedervereinigung auf die Beine gestellt bekommen hat, ist Berlin-München. Realistisch, d.h. bedenkt man Anreise zum Flughafen, Security Check, Boarding etc. schneller als jeder Flug. Deshalb haben die Airlines von selbst die Strecken Berlin-Nürnberg eingestellt.


    Aber wer hat schon einmal versucht vom Osten der Republik (ausgenommen Leipzig und Berlin) gen Westen in rational-vertretbarer Zeit zu fahren? Kleines Beispiel: So startet der ICE von Dresden aus mehr oder minder immer Richtung Frankfurt, das macht 4.5h - d.h. im Schnitt fährt das gute Stück um die 100 km/h - und on top kommen weitere 2, 3, 4h für das Anfahren der eigentlichen Destination, egal ob Bamburg, Bonn, was auch immer. Hier hat die Bahn nämlich z. B. die Strecke Chemnitz-Hof völlig vom Fernverkehr abgeschnitten. Alternativ kann man von Dresden 50min nach Köln/Bonn fliegen und nimmt den jeweiligen Bus. Die Strecke Dresden-Berlin, nicht einmal 190km, kostet mit der Deutschen Bahn gute 2 (!) Stunden Fahrzeit. Die Fertigstellung der "Hochgeschwindigkeit"sstrecke, geplant auf 61min Fahrzeit, übrigens auch so ein Einheitsprojekt, sollte Mitte der 2000er fertig gestellt sein. Stand heute: nicht vor 2030, also realiter wohl 2050... Vom Nordosten oder Südosten der Republik ganz zu schweigen. Aber auch im Westen der Republik können wir das Spiel fortsetzen. Frankfurt-Luxembourg, ganze 180km Luftlinie Entfernung, 25min Flugzeit, kostet mit der Deutschen Bahn ganze 3h45min, mit der einzig möglichen Verbindung TGV bis Saarbrücken, dann Bus der CFL. Alle anderen Verbindungen sind mindestens 4.5h, da die Deutsche Bahn die Trasse Koblenz <> Trier <> Luxembourg komplett vom Fernverkehr abgeschnitten hat. Ähnlich sieht es nach Belgien aus.


    Und weil es so unterhaltsam ist, zum Vergleich: Luxembourg-Paris, 480km, fährt der TGV in 2h10min. Paris-Bordeaux, läppische 600 km, fährt der TGV in 2h10min. Aber wir möchten uns nicht nur auf Frankreich konzentrieren, gleiches gilt z.B. auch für Italien. Von Japan oder China ganz zu schweigen… aber das wurde oft genug im Podcast thematisiert.


    In Japan kann man vom Südwesten der Insel in den Nordosten mit der Nozimi-Linie fast komplett durchfahren. Für meinen Trip konnte ich von Fukuoka nach Tokyo, immerhin 1200km, in 5h01min, pünktlich auf die Minute genau, trotz eines Typhoons am Tag davor durchfahren - traumhaft! Japan ist deutlich dichter besiedelt als Deutschland mit 340 zu 240 Einwohnern pro qm (nicht zu vergessen, dass fast nur die Südküste bewohnbar ist...) und der Shinkansen hält auch an 10 Zwischenhalten auf dieser Strecke. Ohne Verspätung, ohne geänderte Wagenreihung, auf cm genau so wie am Bahnsteig eingezeichnet, etc. etc.


    Die Lösung wäre m. E. relativ einfach: Wenn man Flugzeuge aus der Luft haben möchte, wird Deutschland nichts anderes übrig bleiben, als "HUB"-Städte mit Schnellzügen zu verbinden. Aber weder gibt es dafür den Willen, noch wird dies auf absehbare Zeit gestehen, somit wird es auch weiter Inlandsflügen (und eine Lufthansa) geben.

  • Stefans Frage im Presseclub "Welche Fallzahlen?" im Zusammenhang mit der Möglichkeit zu argumentieren, dass in Deutschland die Fallzahlen durch die Decke gehen oder dass zum Beispiel in Frankfurt oder Köln (wo ich lebe) die 7-Tage-Inzidenz sinkt, hat mich mal schauen lassen, wie sich die Inzidenzen entwickeln und das RKI hilft einem da nicht. Auch die Stadt Köln veröffentlicht auf ihrer Homepage nur den aktuellen Wert. Hat jemand von euch eine Quelle, die die Entwicklung von Inzidenzen pro Ort darstellt?

  • Kann man mal eine Regel erstellen oder darauf aufmerksam machen, dass man nicht einfach nur Links postet? Ein paar Sätze dazu, was das mit dem Thread zu tun hat, bevor ich mir 10 Minuten einen Artikel durchlese und dann Gedanken machen darf, was der Benutzer mir mit dem Artikel im Bezug zum Thread sagen will.

    Ganz ehrlich. Wenn ich während dem Lesen einer Antwort hier im Thread nicht durch einmaliges lesen verstehe, was man mir sagen will, lese ich die Antwort kein zweites Mal. Schreibt so, dass man es versteht wenn man es liest und nicht erst mit verschiedenen Betonungen versuchen muss. Irgendwelche Schachtelsätze lesen sich einfach scheiße. Ihr schreibt hier keine Bachelorarbeit, sondern in einem Forum.

    Und wenn jemand einfach nur einen Links postet ohne Beschreibung, klick ich da nicht drauf.