Politikfrei (Januar)

  • Ich vermute, daß Stars wie Bowie etwas für die Feiertagsplaylisten sind. Wenn die Leute in Reminiszenzenstimmung sind. Ich finde das auch ganz gut, aber letztlich kannst Du das Jahr nicht nur mit Dinosauriern bestücken. Gefallen würde es mir, wenn alle Rechte für horrende Summen verkauft werden und diese Musik dann aus der Mode gerät.

    Ich warte ab, ob sie sich damit verkalkulieren, uralte Hits auf Dauer populär zu halten.

    Das werden irgendwann auch 🦕 sein, hoffe ich zumindest.🤷‍♀️


  • Das werden irgendwann auch 🦕 sein, hoffe ich zumindest.🤷‍♀️


    Warum magst Du sie?

  • Nein, es kam mir nur beim Suchen depressiver Songtexte in die Quere.

    Ich lese wenig Bücher über Musik. Die sind so oft enttäuschend.

    Ich höre lieber welche.

    Artikel in einschlägigen Magazinen oder Feulletons mag ich hingegen sehr.

  • Mögen ist zu viel gesagt, ich hab eher einfach nicht genügend gegen sie, ich befürchte eher das zu viele mit Ihr Mitfühlen, zu glauben.🤷‍♀️

    Na ja, aber wäre das schlimm?

    Ich hatte den Eindruck es funktioniert wie ein lebendes Emoji. Also eine ausgesprochen simple Zurschaustellung von Gefühlsregungen. Und das fand ich interessant.

    Wenn auch kaum überraschend. Das mußte ja irgendwann so kommen.

  • Na ja, aber wäre das schlimm?

    Ich hatte den Eindruck es funktioniert wie ein lebendes Emoji. Also eine ausgesprochen simple Zurschaustellung von Gefühlsregungen. Und das fand ich interessant.

    Wenn auch kaum überraschend. Das mußte ja irgendwann so kommen.

    Nun ja, Männer die ihre Hämorriden zu lange vernachlässigen, fangen irgendwann auch an zu Menstruieren, nur nicht regelmäßig.

    Und Enoji's sind ein viel zu schwacher, wenn überhabt Ersatz für Mitgefühl, da müssten echte Männer erst mal ein fortgeschrittenes Stadium von Prostatakrebs erreichen schätze ich mal.


    Oder hier in diesem Podcast wird das so weit möglich zumindest versucht, auf meine ersten versuch Hinweis zu geben hab ich bisher noch keine Reaktion bekommen.


  • Gelesen hab ich dazu bisher nur einen Roman.

    Matt Ruff, " Ich und die anderen"

    Orig. Titel: Set this House in Order. A Romance of Souls.

    Der Titel gibt einen Hinweis auf den Inhalt. Ein Protagonist hat ein inneres Haus, in dem die Seelen

    zusammen wohnen können.

    ( Hatte ich das schon mal empfohlen?)

    Das Buch hatte keine guten Kritiken, aber ich mochte, daß es sich spannend liest und das bis dato ernste Thema auch lustig beschrieben werden kann.

    Die hiesige Podcast - Szene macht unaufgeregte Erfahrungsberichte möglich. Das schafft ein gutes Gegengewicht zu Hollywood- Filmen, wo alle möglichen Persönlichkeitsstörungen immer reißerisch verwurstet werden, was Vorurteile verbreitet.

  • Oder hier in diesem Podcast wird das so weit möglich zumindest versucht, auf meine ersten versuch Hinweis zu geben hab ich bisher noch keine Reaktion bekommen.

    Ausbleibende Reaktionen könnten in einem mangelnden Verständnis für deinen verbalen Dadaismus ihren Grund haben.


    Sei darüber nicht traurig! Wenn ich’s recht bedenke ist der Dadaismus als Reaktion auf die aktuelle Renaissance der Kasernenhof-Disziplin - im Gleichschritt marsch, aber mit 1,50 m Abstand - vielleicht die Kunstform, die man wiederbeleben sollte. Auch auf die Gefahr hin, dass man unverstanden bleibt... Wer bereits zu den Unverstandenen gehört, für den ändert sich nicht viel.


    ;)


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dadaismus

  • Manchmal würde ich gerne zwei Emojis posten. Zum Dank einen Lacher: ^^


    Neo-Dada(ismus), sehr schön!


    P.S. Das -ismus muss sein. Es geht heute nur noch radikal, schwarz oder weiß, gut oder böse. Zwischentöne sind nicht erlaubt. Wenn Neo, dann -istisch.

  • Die alte Ordnung zerstört sich gerade selbst,

    der Neo-Dadaismus wendet sich gegen die Neue Normalität.

    Das Ismus-Suffix bekommt er dieses Mal von Beginn an angehängt,

    wie gesagt als Zeichen seiner Radikalität.

    Und von Kunst hab‘ ich keine Ahnung, bin Wiki-Hochstapler, muss jetzt pennen, ist schon spät.


    GuNa techt!

  • Snackability beißt sich mit dem Bildungsauftrag

    Angeblich plant der WDR 3, seine tägliche Buchkritik abzuschaffen. Kulturschaffende protestieren in einem offenen Brief an den Sender. Die Schriftstellerin Kathrin Röggla erklärt im Kommentar, warum auch sie den Brief unterschrieben hat.

    Nun also die tägliche Buchrezension von WDR 3 in der Sendung Mosaik. Wegen einer gestrichenen Buchrezension täglich machten wir mit unserem offenen Brief so einen Aufstand? Wenn man bedenkt, dass im Jahr 250 Bücher weniger rezensiert werden, ist das nicht unbedeutend.

    Mir sind zudem die Stimmen aus der Kollegenschaft im Ohr, die im letzten Jahr wie ich ein Buch veröffentlicht hatten. Die ausgefallenen Veranstaltungen bedeuteten nicht nur Honorareinbußen, sondern auch den Verlust von Sichtbarkeit. Und jetzt das! Man könnte eigentlich gleich verstecken, dass man Bücher macht, so lautete ein zynischer Kollegenkommentar.

    Sichtbarkeit und Vielfalt gehen verloren

    Und wenn es auch darum geht, gerade in Zeiten der Krise, in der die Insolvenz zahlreicher Kulturunternehmen zu erwarten ist – ein Drittel lautet die aktuelle Auskunft der deutschen Industrie- und Handelskammer – wenn es also darum geht, Diversität zu bewahren, essenziell für den Kulturbetrieb, ist das enorm.


    Als mein Hausverlag mir im letzten Corona-Frühjahr mitteilte, dass sich nur noch wenige Titel verkauften, bekam ich einen Schreck. Die Lage hat sich Gott sei Dank wieder verändert. Aber dieser Moment hat mir klar gemacht, dass nicht nur die Literatur, sondern auch der Buchmarkt von Vielfalt lebt.

    Wenn nur noch wenige Bücher zugänglich werden, leiden auch die wenigen darunter, aber vor allem natürlich das Publikum, das jetzt mehr denn je zum Lesen braucht und auch vorgestellt haben möchte. Bücher sind eine der wenigen künstlerischen Äußerungen, die wir in dieser Krise wahrnehmen können.

    Wo bleibt der Bildungsauftrag?

    Und was ist eigentlich mit dem Kultur- und Bildungsauftrag unserer öffentlich-rechtlichen Anstalten? Denn sie sind ja unsere, oder etwa nicht? Dieser Auftrag wird jedenfalls nicht mehr allzu oft in den Mund genommen.

    Von Snackability ist dagegen die Rede. Von schwelgerischer Unterhaltung, weniger vom demokratischen Feuer und sozialem Kitt. Auch nicht von den vielen Perspektiven, die sich durchaus mit einem lustvollen Kritikbegriff verbinden lassen. Diversität ist etwas, das über das hinausgehen sollte, was bei Netflix läuft.

    Sparen an der Kultur

    „Um das lange Wort zu retten, müssen wir es kürzen“ war eine der absurdesten Aussagen, die ich aus dem Jahr 2020 mitgenommen habe, anlässlich einer Krisenbesprechung eines anderen Senders – es ging auch dort um die Kürzung der Kulturberichterstattung.

    Natürlich, sie erschien im Moment plausibel, wie diese Maßnahmen immer eine momenthafte Plausibilität haben mögen. Da sind die Sparzwänge, auf die die Feststellung folgt, dass Kultur am teuersten ist und dort am leichtesten gespart werden kann. Quoten werden ins Feld geführt. Und alles läuft vor dem Hintergrund der Debatte zur Rundfunkgebühr.

    Für eine Sprache des Reichtums!

    Warum kann an dem einen Ort, dem des öffentlichen Hörfunks, der alle gleichermaßen und in allen möglichen und unmöglichen Situationen erreicht, nicht einmal die Sprache des Reichtums herrschen? An dem Ort, der die demokratische Öffentlichkeit repräsentiert und dem Eigensinn wie den sozialen Bindekräften gleichermaßen, der Auseinandersetzung verpflichtet ist?

    An welchem politischen Hebel wäre anzusetzen, um das in Gang zu bringen.


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=491488


    Weil's spät ist und der Artikel gut war, hab ich ihn nicht gekürzt .

    An so kleinen Artikeln kann man viel ablesen.

    Das Bücherlesen steht ohnehin auf der Kippe. Das soziale Medienzeitalter vernichtet Leser.

    Die Kultur bröckelt und ob leicht verdauliche Häppchen das Zeug zu großen Aussagen haben, würde ich mal anzweifeln.

  • Danke übe dieses Buch wollte ich eh mehr wissen, doch nicht viel mehr bevor ich es Lesen kann.


    Haruki Murakami - Erste Person Singular


    Zitat

    In "Erste Person Singular" entführt uns der japanische Kult-Autor Haruki Murakami mit acht Geschichten in phantastische Welten, in denen es um Liebe, Musik oder Baseball geht – im Grunde aber immer, um das Wesen des Menschen.