Schnelltests, Davos digital, Turnschuhe, Clubhouse, Philosophie verkehrt

  • Für alle tl:dr-Freunde:

    Die Universität in eine konzerngleiche Bürokratiemaschine verwandelt zu haben, hat ihr die Kreativität eben einer solchen konzerngleichen Bürokratiemaschine verliehen.


    Guter Text, ob er wirklich etwas Neues liefert wage ich aber zu bezweifeln. Dafür ist die Misere schon zu langanhaltend und allgemein bekannt, aber wie er es selbst so schön schreibt: Alle die drin stecken, werden den Teufel tun und groß Lärm machen, wenn sie damit ihre Lebensgrundlage gefährden (und die paar, die es trotzdem tun, federt das System locker als Querulanten ab).


    Letztlich bleibt das Fazit mMn das Gleiche, wie seit Jahren in dieser Debatte: Man muss gesellschaftsrelevante Güter der kapitalistischen Verwertungslogik entreißen, sonst kommt da nichts mehr bei rum (von dem nicht vorher per Risikoanalyse relativ gut Chancen auf Verwertbarkeit eingeräumt wurde).

  • Ja, aber irgendwann , schrieb er ja auch, wird niemand mehr wissen, wozu eine Uni gut sein kann ,außer als Fabrik für Firmenmaterial. Und sie auch dann nicht mehr vermissen.

    Höchstens eine vage Sehnsucht bliebe, von dem man gar nicht so genau weiß, was man eigentlich vermißt.

    Darum muß es Mahnungen geben, so lange es noch Leute interessiert.

    Man fragt sich doch auch, wie das mit der Pandemie gelaufen wäre, wenn wir tatsächlich tolle Bildungseinrichtungen hätten.

  • Es ist der Versuch, eine öffentliche Debatte auszulösen.

    Finde ich prinzipiell natürlich gut, die Chancen darauf, gerade zu aktuellen Coronazeiten, sehe ich bei nahe null.
    Die Debatte wurde schon mehrfach geführt oder zumindest doch immer wieder mal angestoßen, passiert ist nichts. Leider.


    Edit

    P.S.: Inhaltlich bin ich voll auf seiner Linie, das sei nur mal angemerkt, falls das unklar geblieben sein sollte.

  • Ja, aber irgendwann , schrieb er ja auch, wird niemand mehr wissen, wozu eine Uni gut sein kann ,außer als Fabrik für Firmenmaterial.

    Der neuste Trend (oder vielleicht auch nicht, es fällt mir aber gerade sehr auf): Der Regierung zuarbeiten. Für alarmistische Pamphlete des BMI (Kinder als Eltern- und Omamörder) oder um Lockdowns zu rechtfertigen (Leopoldina-Papier im Dezember) oder deren Verlängerung (Priesemann, Brinkmann & Co, #NoCovid).


    Gibt sicher auch viele, viele andere, die unabhängiger sind. Aber diese in den Medien sehr präsenten „Wissen“schaftler (besser: Propaganda-Schaffenden) dominieren und trüben das Bild.

  • Finde ich prinzipiell natürlich gut, die Chancen darauf, gerade zu aktuellen Coronazeiten, sehe ich bei nahe null.
    Die Debatte wurde schon mehrfach geführt oder zumindest doch immer wieder mal angestoßen, passiert ist nichts. Leider.


    Edit

    P.S.: Inhaltlich bin ich voll auf seiner Linie, das sei nur mal angemerkt, falls das unklar geblieben sein sollte.

    Nein Nein, ist natürlich klar. Wir kennen uns ja auch schon länger.

  • Kostenlose Schnelltests für jeden ab März?


    https://www.berliner-zeitung.d…__twitter_impression=true


    Zu Risiken und Nebenwirkungen gehört, das die durch „offizielle“ Stellen durchgeführten Tests die Inzidenzzahlen hochtreiben werden, wenn weiterhin mit bezugslosen Größen gearbeitet wird (d.h. die Testzahl bei der Inzidenz unberücksichtigt bleibt). Außerdem ist die Spezifität dieser Tests relativ schlecht (Mindestenanforderung gemäß Paul-Ehrlich-Institut 97 Prozent), wodurch sich bei niedriger Prävalenz im Frühling und Sommer die Zahl der falsch Positiven in signifikanter Weise gegenüber dem Vorjahr erhöhen wird.

  • Kostenlose Schnelltests für jeden ab März?


    https://www.berliner-zeitung.d…__twitter_impression=true


    Zu Risiken und Nebenwirkungen gehört, das die durch „offizielle“ Stellen durchgeführten Tests die Inzidenzzahlen hochtreiben werden, wenn weiterhin mit bezugslosen Größen gearbeitet wird (d.h. die Testzahl bei der Inzidenz unberücksichtigt bleibt). Außerdem ist die Spezifität dieser Tests relativ schlecht (Mindestenanforderung gemäß Paul-Ehrlich-Institut 97 Prozent), wodurch sich bei niedriger Prävalenz im Frühling und Sommer die Zahl der falsch Positiven in signifikanter Weise gegenüber dem Vorjahr erhöhen wird.

    Ja, also ich hatte es so verstanden, daß nach einem positiven Schnelltest noch mal PCR getestet wird, um Fehler auszuschließen.

    Jedenfalls ein sehr viel besseres System als die Lockdowns, allerdings VIEL , VIEL!! zu spät. Das hätte ab Sommer durchdacht und ab Oktober sein müssen.

    Der Fehler ist quasi unentschuldbar, da reicht mir auch kein Kniefall.

  • Ja, also ich hatte es so verstanden, daß nach einem positiven Schnelltest noch mal PCR getestet wird, um Fehler auszuschließen.

    Ja, das RKI schreibt das wohl so vor. Ob sie‘s in der Praxis dann auch so machen? Wollte man falsch Positive vermeiden, dann hätte man längst eine Schwelle für die PCR-Zyklen definieren müssen. Auch das ist nicht passiert.


    Wenn die neue Teststrategie Lockdowns ersetzt, dann ist sie besser als Lockdowns, da hast du Recht. Wenn...

  • jedenfalls ein sehr viel besseres System als die Lockdowns, allerdings VIEL , VIEL!! zu spät. Das hätte ab Sommer durchdacht und ab Oktober sein müssen.

    Ich erinnere mich an den Drosten-Podcast aus August (vielleicht auch später) , wo er schon über die Schnelltests geprochen hat. Aber unsere (angeblich von Drosten gelenkte) Regierung hat lieber fröhlich auf Eigenverantwortung gesetzt um ja nich zu viel Geld an der richtigen Stelle auszugeben.

    2te Welle? Pah dafür sind wir zu deutsch zu effizient, da kommt schon nix...

  • Ich erinnere mich an den Drosten-Podcast aus August (vielleicht auch später) , wo er schon über die Schnelltests geprochen hat. Aber unsere (angeblich von Drosten gelenkte) Regierung hat lieber fröhlich auf Eigenverantwortung gesetzt um ja nich zu viel Geld an der richtigen Stelle auszugeben.

    2te Welle? Pah dafür sind wir zu deutsch zu effizient, da kommt schon nix...

    Die Regierung wußte natürlich genauso wie Drosten Bescheid und die zweite Welle wurde oft genug erwähnt. Merkel liebt die Rolle der wissenschaftlichen Mahnerin. Vorbereitet war im Herbst nix, was kaum jemand kritisch kommentiert hat.

    Was ja nun kaum verwunderlich ist, da die meisten Leute konservative Wähler sind und die meisten Medien konservativ berichten.



  • (ab der 2. Hälfte des Videos, Universityise are useless)