Das liebe, liebe Publikum

  • Quelle: https://alias-podcast.de/2021/03/01/politikfrei-februar/

  • Zunächst mal einen Gruß an Hannes. Habe bei Insta reingeschaut: Mir gefällt das coole, cleane Zeug mit dem Vibrato. So was kann ich überhaupt nicht (sondern nur laut und verzerrt... 8) ).

    Daher: Respekt! :thumbup:


    ----


    Mich überrascht, wie gelassen die meisten Musiker immer noch sind. Wird schon wieder, irgendwann... wenn erstmal viele geimpft sind, oder so...


    Glaubt ihr das wirklich?


    Vor ziemlich genau einem Jahr, in der Zeit zwischen Mitte Februar und Mitte März, ist was passiert. Ein Schalter wurde umgelegt, nicht über Nacht, aber im Verlauf von zwei, vielleicht vier Wochen. Aus einem Virus, das Drosten in seinem ersten Podcast noch als ziemlich grippeähnlich beschreibt (hört da nochmal rein: https://www.ndr.de/nachrichten…angsamen,audio643822.html oder hier zum Lesen: https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript100.pdf ) wurde eine tödliche Bedrohung. Und aus uns - aus mir, meinen Bandkumpels, aus allen im Publikum - wurden potentielle Gefährder. Diese gilt es sich vom Leib zu halten, mit Abstand, Maske und am besten durch gar keinen Kontakt.


    Leute, Mitmusiker, das muss doch jedem klar sein: Solange wir uns von dieser Vorstellung nicht lösen, werden wir nie mehr in proppevollen Sälen oder Hallen spielen.


    Und ihr, das "liebe, liebe Publikum": Auch ihr werdet Konzerte, wenn überhaupt, dann nur noch als streng durchorganisierte (und sündhaft teure) Veranstaltungen erleben, im Auto sitzend oder mit 1,50 m Abstand zum Sitznachbarn. Vergesst den Pogo im Matsch von Wacken oder den live gespielten Blues zum Bier in der Altstadtkneipe: Ihr kommt dabei Leuten nah. Zu nah, sie könnten euch infizieren...


    Wir müssen dieses Denken loswerden, den Schalter wieder umlegen in die Normalposition, so wie das vor 2020 war: Ja, wenn mein Nachbar mich anhustet kann es passieren, dass ich mir was einfange. Aber das Risiko gehe ich ein, es ist mir 20, 40 oder 60 Jahre immer wieder mal passiert ohne schlimme Folgen. Und mal 'ne Grippe oder so ist normal, im Winter. (*)



    Die Impfung wird dabei nicht helfen, die nächste Mutation kommt bestimmt. Solche Viren verändern sich nun mal, das ist ihr Erfolgsrezept. Die viel wichtigere Immunität, nämlich die gegen die Angstmacherei, die findet in unseren Köpfen statt. Alles andere ergibt sich dann, auch der Widerstand gegen eine Politik, die sich verständlicherweise allzu schnell an das bequeme Durchregieren gewöhnt hat. Und damit übergebe ich an einen, der in Sachen Corona immer - und viel besser als ich - den richtigen Ton trifft:


    https://www.fluegel-und-pranke.de/zurueck-in-die-realitaet/

    3 Mal editiert, zuletzt von Gojira () aus folgendem Grund: „Sääle“, WTF...? :-)

  • Ehrlich gesagt: So nett der Eurovision-Song sein mag und so sympathisch der Sänger wirkt, die "Message" nach dem Motto "ich hasse dich nicht, ich habe nur Mitleid mit dir" ... sooo großartig finde ich diese ach so fromme Botschaft, die ja auch was Herablassendes hat, nicht so recht.


    Nachdem wir das letzte Jahr wegen Corona, aber auch zu allen anderen nur denkbaren Themen wie "Rassismus", "Umwelt" und "politische Korrektheit" permanent "bepredigt" und "belehrt" worden sind, wäre ein Song ganz und gar ohne Message vielleicht auch mal ganz nett gewesen.


    In Corona-Zeiten, da sehne ich mich nämlich allmählich mehr nach "Piep, piep, piep, ich hab dich lieb", als nach woken Bekundungen, wonach jemand seinem gegenüber erst einfach mal so Hass unterstellt, den er dann mit ganz großzügigem Mitleid kontert.

  • "Konzerte sind natürlich der Endgegner. Körper an Körper zu stehen und einem Künstler zuzujubeln, das wird bis nächstes Jahr bestimmt nicht funktionieren. Das ist meine persönliche Einschätzung"


    Smudo, Ex-Rapper („Die Fantastischen Vier“)

  • Lieber Stefan,


    Vielleicht kann ich noch eine andere Seite der Kulturindustrie beleuchten, insbesondere zu deiner Frage, wie man es sich in der Musikbranche vorstellt, wann und wie es wieder losgehen wird. Ich selbst bin Musikproduzent und begleite KünstlerInnen häufig von der ersten Idee bis zum fertig veröffentlichen Song. Somit bin ich auf Autoren Seite tätig sowie auch auf der Seite der Technikdienstleistung.


    Ihr habt die akute Krise der Technikdienstleistungsbetriebe ja schon sehr gut beleuchtet, sprich Ton- und Veranstaltungstechniker, Tourmanager, Busverleihe usw. Das trifft natürlich auch gebuchte MusikerInnen und die Künstlergagen. Was man hierbei allerdings nicht vergessen darf ist die Ausschüttung der Urheberrechte durch die GEMA. Dies passiert nicht nur für Radio oder TV sondern auch für den Live Betrieb und somit für jede gespielte Aufführung.

    Das heißt konkreter: Künstler XY spielt seinen großen Hit vor so und so vielen Leuten live. Dafür zahlt der Veranstalter einen Betrag an die Gema, welche das Geld an die Musikverlage und die SongschreiberInnen ausschüttet. Das sind oft die Künstler selbst aber auch andere Song Autoren sowie Musikproduzenten.


    Die Abrechnungszeiträume der Gema sind dabei jedoch so zeitverzögert, dass 2020 das Geld der Touren von 2019 ausgeschüttet wurde. Im Herbst 2021 stehen daher wirklich immense Einbrüche bei Verlagen und Künstlern bevor, da es 2020 keine Aufführungen gab. Wir sprechen hier von teilweise über 50% Einnahmeeinbußen bei Musikverlagen, die ja nicht selten das Leben von Künstlern durch Vorschüsse vorfinanzieren. Wie gut es der Politik zu erklären sein wird, dass diese Firmen erst 2 Jahre nach Pandemiebeginn unter der Krise leiden, wird sich zeigen. Ich befürchte nichts Gutes.


    Dazu kommt ein sehr großer Veröffentlichungsstau. Sehr viele Musikveröffentlichungen werden gerade zurückgehalten, da aktuelle Releases zur Zeit total verpuffen. Öffentlichkeit zu erzeugen ist für Musik eh schon schwer. In einer pandemiegeplagten Aufmerksamkeitsökonomie und zudem ohne Konzerte ist dies doppelt schwierig. Natürlich können Stars wie Billie Eilish oder die Foo Fighters auch jetzt veröffentlichen und werden ihr Publikum finden, NewComer Themen haben es aber immens schwer.


    Zwar gibt es vom Bund das große Förderprojekt „Neustart Kultur“, das auch über die Initiative Musik ausgeschüttet wird. Dieses ist aber projektgebunden an Musikproduktionen, Touren und Marketing. Da jedoch niemand tourt, sind aktuell so ziemlich alle Künstler dabei zu schreiben und neue Musik zu produzieren. Das ist zwar gut für mich als Musikproduzent, führt aber auch dazu, dass sobald die Pandemie vorbei ist, eine unglaubliche Menge Musik darauf wartet veröffentlich zu werden. Dabei werden sehr viele - insbesondere junge KünstlerInnen - vom Tellerrand fallen.


    Gleiches gilt zudem für den Konzertbetrieb. Es gibt nicht nur zahllose, immer wieder verschobene Konzerte aus dem Jahr 2020, die nachgeholt werden wollen, auch alle anderen Bands und Künstler warten darauf, ihre neuen Veröffentlichungen zu bewerben und Konzerte zu spielen. Hier bahnen sich endlose Warteschlangen an, wann welcher Künstler wo spielen kann. Man fragt sich zudem, wer all diese Konzerte am Ende wirklich sehen soll.

    Darüberhinaus stellt sich die Frage, welche der Clubs und Hallen, die auf den verschobenen Tourplänen stehen, im Jahr 2022 überhaupt noch existieren werden oder ob hier nicht auch eine zunehmende Monopolisierung von Kulturstätten und Festivals einsetzen wird, sodass die wenigen großen Player in der Musikindustrie noch größere Marktmacht erhalten werden. Das wäre definitiv schlecht für eine diverse und vielfältige Kulturszene.


    Du siehst, eine Normalisierung im Kulturbetrieb und in der Pop Musik Branche wird noch sehr sehr lange dauern. Bis hier wieder normale Zyklen einsetzen vergehen mit Sicherheit noch einige Jahre. Der Studio und Songwriting Betrieb läuft aktuell jedoch weiter und es wird Nonstop Musik produziert. Inwieweit sich das für die Kulturschaffenden auszahlt, wird sich jedoch wohl erst in entfernter Zukunft zeigen.


    Ich finde es toll und wichtig, dass ihr euch mit diesen Themen auseinandersetzt und Öffentlichkeit schafft. Ich denke es ist aber wichtig zu sehen, dass Rammstein, König der Löwen und Andre Rieu wirklich die Spitzen des Eisberges sind, die am ehesten diese Krise aussitzen können und dabei eh vollständig kommerzialisierte Kulturbetriebe sind.


    So viel zu meiner kurzen, etwas nischigen Einschätzung zur Musikindustrie in Corona-Zeiten. Vielleicht ergänzt es ja etwas die ohnehin tollen Beiträge der letzten Sendung.


    Danke für die tolle Arbeit und auch Danke an die vielen tollen Gäste!

    Liebe Grüße aus Berlin,

    Fabian

  • Wann, verehrtes Publikum, wann?


    "[...] Jetzt geht es um Euch, liebes Publikum. Und ganz ehrlich, auch wenn Ihr mir das übel nehmen werdet: Ich bin, gelinde gesagt, enttäuscht – zumindest von einem Teil von Euch.

    Sind wir nichts anderes als Pausenclowns, die zwar das Leben stimulieren, wenn sie da sind, aber nicht wirklich fehlen, wenn sie weg sind?

    Sind wir ein netter Zeitvertreib, den man jetzt auf unbestimmte Zeit mit Serien ersetzen kann?

    Warum fordert ihr nicht die sofortige Wiederaufnahme aller Theaterstücke, die Wiederbelebung der Konzertszene, das öffnen aller Auftrittsorte?

    Was sind wir für Euch? Luxusgüter, die man für die Illusion von Sicherheit aufgibt?

    Ihr nehmt in Kauf, dass die ganze Kulturszene den Bach runter geht mit der Begründung, dadurch die Oma retten zu wollen. Habt Ihr sie mal gefragt, ob sie das will?

    Vielleicht möchten die Großeltern lieber ins Theater gehen und die neueste Inszenierung von Brechts „Mutter Courage“ sehen, anstatt in Isolation zu versauern und darauf zu warten, dass die Welt Corona-frei wird.

    Die Welt wird nie Corona-frei sein, genauso, wie der Mensch die Schwerkraft nicht abschaffen kann. Manche Dinge stehen nicht unter unserem Einfluss.

    Es genügt bei weitem nicht, mehr Geld für uns zu fordern, wie es die „Alarmstufe Rot“ tut. Das wird nicht reichen und ist zu kurz gedacht. Um zu überleben, brauchen wir mehr, es geht um geistige Nahrung, um Austausch, Kreativität und Ausdruck, es geht um die kulturelle DNA.

    Eines sei noch gesagt, dass wir uns nicht missverstehen. Wer generell Angst vor Krankheiten hat und in diesem speziellen Fall die Bedrohung durch einen Virus fürchtet, hat mein volles Verständnis. Jede Angst ist für den, der sie hat, real – völlig egal, ob es sich um eine objektive Bedrohung oder subjektive Furcht handelt. Nur sollte das eigene Narrativ nie zur Bewertungsskala für die Allgemeinheit werden.

    Auch verstehe ich, dass jeder seine eigene Aufwachgeschwindigkeit hat, aber lasst Euch nicht zu viel Zeit, denn wir stehen nicht ewig zur Verfügung. Fast ein Drittel meiner Kollegen aus der freien Szene hat ihre Berufung bereits an den Nagel gehängt, und es werden immer mehr, die das Rumkrebsen von einer Soforthilfe zur Nächsten satt haben und die Euer Schweigen als Zeichen dafür sehen, dass sie anscheinend nicht systemrelevant sind.

    Zeigt Ihnen, dass sie sich irren, sonst war’s das mit uns!


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    Jens Fischer Rodrian ist Musiker, Komponist, Produzent, Lyriker, freier Autor und Kreativdirektor der Blue Man Group. Nach vier instrumentalen Soloalben erschien 2017 sein erster Gedichtband „Sich kurz fassen — ach“, 2019 folgte das Spoken Word Album „Wahn & Sinn“. Für den Kurzfilm „Stiller Löwe“ bekam er auf dem renommierten Festival International du Film D‘Aubagne den Hauptpreis für die beste Musik. Von 2012 bis 2019 war er als Musiker live mit Konstantin Wecker zu hören. Seit 2017 tourt er mit seiner Konzertlesung WAHN & SINN durch den deutschsprachigen Raum. Seit 2020 ist er Mitglied der Partei dieBasis. Jens Fischer Rodrian lebt mit seiner Familie in Berlin. Weitere Informationen unter wahnundsinn.com."


  • Ja, genau. Danke Gojira

  • Wie kann man jemandem neutral vermitteln, daß er schlechte Musik hört?

    So zumindest hatte ich die Frage verstanden.

    Kurze Antwort: gar nicht.

    Denn Musik greift direkt oder zumindest, wenn sie nicht wie ein Gebrauchsgegenstand genutzt wird, in die Gefühlswelt ein.

    Das beginnt schon bei der Lautstärke, daß sich Leute gut oder schlecht fühlen mit der Musik.


    Trotzdem wird viel darüber diskutiert, inwiefern Musik gut oder schlecht ist.

    Und jeweils anders, redet man z.B. über Filmmusik oder darüber wie sich das 3. Album einer Band gestaltet.

    Klassikrezensionen verlaufen anders als Rockbesprechungen usw.


    Bei Stücken, die man zum ersten Mal hört, sind die Urteile oft unbestimmt, was vielleicht daran liegt, daß man nicht gewohnt ist, die Wirkung der Musik auf die Seele zu analysieren.

    Manchen zerrt eine kratzige Melodie am Nervenkostüm, andere sind von einem krassen Beat in Beschlag genommen. Niemand braucht 3/4 Takt - Kenntnis, um ins schunkeln zu geraten.


    Begibt man sich auf die Ebene der musikalischen Diskussion, dann treten immer zuerst Empfindungen gegeneinander an. Musik wird auf der Gefühlsebene konsumiert.

    Es macht ja z.B. auch keinen Sinn, Lieblingsfarben zu kritisieren.


    Die musikalischen Parameter sind also oft erst mal unbestimmt. Beim vorgestellten ESC Song:

    " Party" ," schlecht gemacht" , " paßt in dunkle Zeiten".

    Mein erster Eindruck war auch: Boah, ist das schlecht gemacht. Da hatte ich das " lustige" Video noch gar nicht gesehen.

    Ein lieblos dahingeklatschter Popsong mit schlechtem Gesang und einfallslosem Rhythmus, auf Gefälligkeit gebürstet.

    Es gibt geniale einfache Stücke, die mit fast nichts auskommen, bei der man aber irgendeine Message wahrnehmen kann, außer der, ein Lied zu komponieren, welches ausschließlich dazu dient, dem Massengeschmack zu entsprechen.

    Ich finde, manchen Stücken hört man an, daß nur die Idee einer erfolgreichen Produktion dahintersteht. Ein entsprechendes Video kann diesen Eindruck noch verstärken.

    Natürlich wollen die meisten Musiker erfolgreich sein und was verdienen, das soll auch so sein.


    Ukulelen- Songs sind erst seit ein paar Jahren auf den Hitlisten. Seither gab es ein Revival und niedlich sind sie auch. Wie Danny schon sagte, vermutlich haben sich viele im Lockdown eine gekauft.

    Zum Instrument dazu gehört der typische, zu oft ( für meinen Geschmack) gehörte öde Schrabbelrhythmus.

    Eine Allerweltsmelodie rundet das ganze ab. Damit sie auch ins Ohr geht, wird sie noch mal gepfiffen.

    Der Sänger singt mit etwas schmalzig- zitternder Stimme. Der Effekt ist ein zu kurz geratenes wehmütiges Pathos, was wesentlich schlimmer ist, als gar keins.


    Es waren sich ja alle einig, daß die live performance abzuwarten bleibt.

    Dann kommt vielleicht noch eine leichte Schieflage mit rein.


    Zur Interpretation des Mittelfinger- Textfragments:

    Vermutlich MEINTE er , daß der erbärmliche Hater allen seinen Mittelfinger zeigt, aber niemand hat Lust, ihm auch einen zurückzuzeigen, da ja alle kein Hate empfinden und nicht mal Sorry aufbringen wollen für die kindische Geste, weil ihnen das zu blöd ist.

    Meiner Meinung nach ist der Typ nicht mal in der Lage, die ihm so wichtige Message einigermaßen zu formulieren.

    Aber dem Passantenpublikum gefällt's so oder so.

    (Vielleicht erklärt er es auch noch mal)


    Es hat vielleicht Gründe, warum dieser Musiker bis jetzt kaum bekannt war.


    PS: ich habe noch nie einen ESC- Song gemocht und schaue auch fast nie.

    Dieses Genre bringt einen ganz bestimmten Musikstil hervor, auf den ich allergisch reagiere. Keine Ahnung, wie der beschaffen ist; manchmal kann ich mir nämlich auch ganz gut Kitsch anhören.

    Daher war vorauszusehen, daß meine Besprechung schlecht ausfällt.

    Bestimmt gibt es auch positive Gegenmeinungen.

  • Wie kann man jemandem neutral vermitteln, daß er schlechte Musik hört?

    So zumindest hatte ich die Frage verstanden.

    Kurze Antwort: gar nicht.

    Mir fehlt da auch ein Bourdieu-ische Reflexion über das, was man den "besseren Geschmack" nennen könnte. Also, hier feine Unterschiede usw.

    Gut und schlecht.... ich denk, man könnte da auch schnell zu so einer Art zivilisationskritischen Perspektive kommen: wer wagt es, das eine höher zu stellen als das andere?


    Ich denk, wenn einen was gefällt und man will es weiter geben, dann muss man den Modus des Erzählens und eben der Weitergabe richtig treffen. Und selbst dann ist nicht einmal sicher, ob der andere sich den Geschmack aneignet oder ablehnt.

  • Mir fehlt da auch ein Bourdieu-ische Reflexion über das, was man den "besseren Geschmack" nennen könnte. Also, hier feine Unterschiede usw.

    Gut und schlecht.... ich denk, man könnte da auch schnell zu so einer Art zivilisationskritischen Perspektive kommen: wer wagt es, das eine höher zu stellen als das andere?


    Ich denk, wenn einen was gefällt und man will es weiter geben, dann muss man den Modus des Erzählens und eben der Weitergabe richtig treffen. Und selbst dann ist nicht einmal sicher, ob der andere sich den Geschmack aneignet oder ablehnt.

    Ich hab schon verstanden, was Stefan meint.

    Allerdings hatte ich auch schon unzählige Diskussionen zu dem Thema, wobei beide Seiten

    , wenns hoch her geht, fast immer in eine lustige Verzweiflung geraten.

    Und noch nie hat jemand gesagt: Ja. Stimmt.

    Was auch erwartbar ist, wenn die Meinungen sehr weit auseinanderliegen.

    Zumindest fällt mir gerade kein Beispiel ein.

  • Ab wann werden aus Geräuschen oder Tönen Musik, und ab wann werden aus Farben Bilder ein paar Grundkriterien gibt es da schon, und da reden wir noch nicht über Kunst 🖼 denn "Echte" Kunst hat auch etwas Pandemisches zumindest die Kunst die wir alle kennen, über die in Gruppen von mehr als drei Betrachterinnen oder Zuhörerinnen die Mehrzahl sich einig sind das es ihnen gefällt, also Bilder die eine einer blinden, leicht zu beschreiben sind, oder Töne welche in ihrer Reihenfolge leicht zu merken sind und zu wiederholen.


    Bei Farben beginnt es dort wo eine bestimmte Auswahl von Farben, auf einer Fläche zusammen angeordnet wurden, da bracht es noch nicht mal formen, also Linien oder muster oder Kurven oder bögen.

    So ähnlich wie der Unterschied von Rockmusik und Jazz, bei Rockmusik reichen eben schon drei Akkorde um Tausende Zuhörerinnen glücklich zu machen, bei Jazz hingegen braucht es Tausende Akkorde um alleine drei Zuhörerinnen glücklich zu machen. 🤷‍♀️

  • Ab wann werden aus Geräuschen oder Tönen Musik, und ab wann werden aus Farben Bilder ein paar Grundkriterien gibt es da schon, und da reden wir noch nicht über Kunst 🖼 denn "Echte" Kunst hat auch etwas Pandemisches zumindest die Kunst die wir alle kennen, über die in Gruppen von mehr als drei Betrachterinnen oder Zuhörerinnen die Mehrzahl sich einig sind das es ihnen gefällt, also Bilder die eine einer blinden, leicht zu beschreiben sind, oder Töne welche in ihrer Reihenfolge leicht zu merken sind und zu wiederholen.


    Bei Farben beginnt es dort wo eine bestimmte Auswahl von Farben, auf einer Fläche zusammen angeordnet wurden, da bracht es noch nicht mal formen, also Linien oder muster oder Kurven oder bögen.

    So ähnlich wie der Unterschied von Rockmusik und Jazz, bei Rockmusik reichen eben schon drei Akkorde um Tausende Zuhörerinnen glücklich zu machen, bei Jazz hingegen braucht es Tausende Akkorde um alleine drei Zuhörerinnen glücklich zu machen. 🤷‍♀️

    Eine Definition ist: Musik sind Töne auf einem Zeitstrahl.

  • Eine Definition ist: Musik sind Töne auf einem Zeitstrahl.

    Ja finde ich auch, denn dann sind auch die pausen dazwischen wichtig, ich meinte zu Anfang jedoch eher Natürlich entstehende Töne, also noch bevor eine Entität die erzeugt, z.b. Töne die uns aus andern Galaxien erreichen sind auch erst für uns Menschen durch technische Hilfsmittel hörbar, zumindest bewusst auf der Erde ist echte Stille auch nur Künstlich, also auch durch technische Hilfe, weshalb bei Geräuschen aus andern Galaxien die pausen dazwischen nicht immer leicht zu bestimmen sind, auch nicht Hörende nehmen Töne, also ihr Schwingungen war, es gibt diese Stelle über der Nasenwurzel, dort wo viele Hindi ihre Bindi platzieren, also wen ihr mal eine Tongabel zur Verfügung habt und diesen Punkt findet - also dort dann eine in Schwingung gesetzte Tongabel ansetzt ist das beim ersten mal zumindest ein sehr seltsames überraschendes Gefühl, auch für Nicht-hörende.


  • Ja finde ich auch, denn dann sind auch die pausen dazwischen wichtig, ich meinte zu Anfang jedoch eher Natürlich entstehende Töne, also noch bevor eine Entität die erzeugt, z.b. Töne die uns aus andern Galaxien erreichen sind auch erst für uns Menschen durch technische Hilfsmittel hörbar, zumindest bewusst auf der Erde ist echte Stille auch nur Künstlich, also auch durch technische Hilfe, weshalb bei Geräuschen aus andern Galaxien die pausen dazwischen nicht immer leicht zu bestimmen sind, auch nicht Hörende nehmen Töne, also ihr Schwingungen war, es gibt diese Stelle über der Nasenwurzel, dort wo viele Hindi ihre Bindi platzieren, also wen ihr mal eine Tongabel zur Verfügung habt und diesen Punkt findet - also dort dann eine in Schwingung gesetzte Tongabel ansetzt ist das beim ersten mal zumindest ein sehr seltsames überraschendes Gefühl, auch für Nicht-hörende.


    Ich würde vor allem auch die Vergangenheit mit dazuzählen, denn wie man ein Musik hört, hängt auch davon ab, was man schon gehört hat.

    Und wenn man Musik aus früherer Zeit hört schafft das ebenfalls eine Verbindung.