Genre: Albernheit

  • Quelle: https://alias-podcast.de/2021/05/24/genre-albernheit/

  • Also bei amerikanischen Schwarzen kann man das schon mitunter hören glaube ich, es gibt so einen Streamer der klingt fast schon wie ein Klischee-Schwarzer und sagt auch dauernd "Nigga" was ein Weißer ja nie tun würde. https://www.youtube.com/c/NeirChannel/featured


    Aber bei einer die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen ist, kann ich mir nicht vorstellen, wie man das hören soll. Ist Gästin eigentlich ein Wort? Klingt irgendwie seltsam.

  • Hallo zusammen, ich finde auch, dass man z.B. in der Musik oft gut heraushört, ob es sich um eine anglo-amerikanische oder afro-amerikanische Sängerin handelt. Vermutlich hat das aber nicht genetische Ursachen sondern kulturelle Ursachen. D.h. in einer bestimmten (Sub-)Kultur lernt man eine bestimmte Art und Weise des Artikulierens/Sprechens.


    Was ich intellektuell leider auch nicht so ganz nachvollziehen kann, ist, warum der Begriff „Rasse" so schlimm sein soll. Es hängt doch immer von der Definition des Begriffs "Rasse" ab, ob es zweckmäßig ist, Menschen entsprechend zu differenzieren. Bei Meerschweinchen und Pferden ist der Begriff doch auch etabliert. D.h. Meerschweinchen sind untereinander genetisch sehr eng verwandet und können sich doch äußerlich stark voneinander unterscheiden. Es gibt Sheltie, Glatthaar, Peruaner usw. Trotzdem gehören sie alle zu einer Art und an und sind vor allem … niedlich. Keine Meerschweinchenrasse ist besser oder schlechter als die andere. Wo ist jetzt der Unterschied zwischen Meerschweinchenrassen und Menschenrassen?
    Sorry, falls der Kommentar dumm gewesen sein sollte. Ist nicht beabsichtigt gewesen. Für eine Klarstellung wäre ich sehr dankbar.

  • Hallo zusammen, ich finde auch, dass man z.B. in der Musik oft gut heraushört, ob es sich um eine anglo-amerikanische oder afro-amerikanische Sängerin handelt. Vermutlich hat das aber nicht genetische Ursachen sondern kulturelle Ursachen. D.h. in einer bestimmten (Sub-)Kultur lernt man eine bestimmte Art und Weise des Artikulierens/Sprechens.

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    Frau Dabulamanzi hat es schon gut beschrieben. Sozialisierung und Körperbau, wobei letzterer auch genetische Veranlagung sein kann. Aber auch das kann man nicht pauschal an einer Hautfarbe ableiten.

    Zur Sozialisierung könnte man noch dazu sagen, dass es für die Synchronrollen höchst fragwürdig sein dürfte, hierzulande ähnliche Milieus anzunehmen, wie im Land des Originaltons. Für eine Serie, wie The Wire, die im OTon kaum zu verstehen ist, kann man bei uns kaum ein entsprechendes Milleu finden. Und auch dort sollte man sich von Pauschalurteilen hüten. Die handwerkliche Schauspieler- bzw. Synchronsprecher-Leistung eine Rolle zu präsentieren, ist sicher noch eher von Bedeutung, als die phänotypische Ausprägung der Haut.


    Ich halte den Grund für die Entscheidung fragwürdig, um nicht zu sagen dumm. Schwarze sollen Weiße sprechen und weiße schwarze, von mir aus mit Quote. Nur mit dieser Aktion nimmt man sich selbst erhebliche Freiheit bei der Besetzung einer Rolle und das auch noch mit rassistischen Argumenten. Damit werden neue Grenzen hochgezogen, statt sie aufzubrechen.


    Die Vorgaben zu den Castings kommen meist von den Studios. Und in den USA ist man uns, was die ideologisch aufgeladene Diversity-Debatte angeht, immer ein Stück voraus. Für Synchro haben sie dort m.M.n. ohnehin ein eingeschränktes Verständnis.

    An diesem Beispiel zeigt sich aber sehr schön, dass solche Aktionen häufig eher die Spaltung vorantreiben, als Gleichberechtigung zu schaffen.

  • Wenn Washington von einem Schwarzen gespielt wird, wird dann Martin Luther King von einem Weißen gespielt?

    Oder wenn in 20 Jahre 12 Years a Slave noch mal in die Kinos kommt, ist er dann auch ein weißer, oder?