Beiträge von SozialesBrot

    Beim Thema China und Japan gibt den japanischen Film "City of Life and Death", das die Massaker der Japaner an den Chinesen im 2.Wk thematisiert. Sowas wird wohl gerne aus den japanischen Geschichtsbücher herausgestrichen.


    Bei Anime gibt es "Grave of Fireflies", was eine sehr emotionale Tragödie sein soll, aber letztendlich soll er wohl intendiert gewesen sein, die stolze und egoistische Jugend anzumahnen. Man solle Traditionen wahren und so weiter.

    Dem gegenüber ist "Akira" wohl auch ein Zeichen der damals aufkommenden Jugendkultur.

    Wie war Dannys Beispiel?

    "Cute enough to fuck with me"?

    Mir ist aufgefallen, dass es ja eine Doppeldeutigkeit hat: "to fuck with me" kann eben nicht nur Sex bedeuten, sondern dass der oder die andere den Kopf verdreht oder betrügt oder .... (wobei das vulgäre deutsche Äquivalent dann wirklich eher "er/sie fickt mich" wäre - kommt ein bisschen auf die Band an und wie vulgär, provokativ sie sich gibt)


    hier ist zu der missglückten oder nicht unumstrittene Übersetzung zu "The Hill we climb":

    https://www.derstandard.at/sto…oechstem-mass-missglueckt


    Orginal von Gorman
    Wird zu
    "We’ve braved the belly of the beast","Wir haben tief in den Abgrund geblickt"
    "And yet the dawn is ours before we knew it. / Somehow, we do it.""Unversehens gehört uns der Morgen. / Irgendwie geht’s."
    "To compose a country committed / To all cultures, colors, characters, / And conditions of man""Ein Land für Menschen aller Art, / jeder Kultur und Lage, jeden Schlags". (Amerkung: das Wort "colors" wurde ignoriert)
    "We will raise this wounded world into a wondrous one"-wundersame Welt


    Wie wird aus dem Bauch der Bestie der Abgrund?

    Somehow, we do it = Irgendwie haben WIR ES GESCHAFT - warum hat man das gekürzt? Zu dem "Unversehens" ist eben auch zu passiv. "da sind wir eben gestolpert und unversehens aus dem Abgrund heraus gefallen"

    Es fehlt das das Land komponiert wurde, also zusammengesetzt von allen Amerikanern, es fehlt, dass der Charakter ebenso inkludiert wird, aus der wunderbaren Welt wird eine wundersame, rätselhafte Welt (ein Runde nach Alice ins Wunderland?) kA....

    Es fehlen hier und da eben die Emotionen, die Überspitzungen...

    https://www.derstandard.de/sto…olltext-the-hill-we-climb

    https://taz.de/!5763186/


    Im A!-Podcast gab es eine Diskussion darüber, ob man den Staat braucht oder so ähnlich. Oder ob man ihn nicht in ein großes Europa aufgehen lassen kann oder... Unter Historikern weiß man nicht so genau, wann und wie sich der Moderne Staat gebildet hat (wann und warum fängt ein Frankenvolk an, sich als Frankreich zu formieren, bezeichen, aufzutreten?), aber auf jeden Fall ist er ein höchst ambivalentes Konstrukt: vom Holocaust bis zum Sozialstaat kann ihm alles inne wohnen.


    https://twitter.com/jordanbpet…tatus/1374610255016034306

    Es gibt zum Essen auch die ein oder andere Reflexion wie "esse um zu leben, lebe nicht um zu essen",

    "Der Weisere nehme das süßere Stück Brot, nicht das größere" usw.


    Man könnte durchaus mal fragen, wie sehr das politisierbar ist und wie sehr werden Menschen eig vergiftet, aber für manche ist Essen ein sehr weites Feld: sei es dass die Familie alle beisammen sitzt und redet und redet und dann auch mal was isst oder eben vorm Fernsehr, um ein Film zu zelebrieren. Es ist nicht nur der Geschmack, sondern das Soziale drumherum, was begehrt wird.


    Man wird so shredded wie Sascha Huber, wenn man Testo nimmt.
    Hab ich was überhört, oder wurde das einfach gar nicht angesprochen?
    Absolut utopisch so einen Körper nur durch Ernährung und hartem Training zu bekommen. Richtiger Bullshit. Nervt einfach nur, wenn die Fitnessleute den Zuschauern falsche Hoffnungen machen, dass man ja mit genug Disziplin, Ernährung und hartem Training irgendwann so aussieht. WIRD MAN NIEMALS ohne Testo

    COPE!
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    Wobei ich persönlich erinnere mich an ein Szene von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte, wo Scrooge den ersten Geist begegnet und denkt, es ist nur ein Stück unverdaute Kartoffel oder so.

    History has Begun :

    Ihr sprecht diese metaphysischen Geschichtskonstrukte an mit Oswald Spengler usw. Aber dazu gehört auch Francis Fukuyama und ein wenig auch diese Buch hier.

    Der Punkt mit diesen Metaerzählungen ist, dass man sie einfach nicht los bekommt, sondern man findet immer wieder jemanden, der den "Auftieg und Fall" postuliert oder sagt, es ist alles immer dasselbe oder es gebe ein bestimmtes Ziel der Geschichte....

    Man wird die einfach nicht los. Beispiele wie "make america great" oder auch wenn von "Zivilisationskrankheiten" gesprochen wird.


    Ich finde das ist auch ein wenig das Müßige an dem Buch. Geschichte beginnt jetzt? Warum genau jetzt? Begann die nicht letzte Woche? oder als Hannibal über die Alpen zog?

    Es gibt auch andere Erzählungen, wo Geschichte erst noch stattfinden wird wie bei Walter Benjamin, also Marxismus oder Christentum.

    Es ist scharf geschrieben - vielleicht weil es sich nicht um historische Realitäten kümmert oder meint kümmern zu müssen (so ähnlich wie Spengler damals auch) . Die materielle Lage für ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung ist wirklich nicht sehr gut und das Leid, das erzeugt wird, ist mindestens genauso real wie jede FIktion. Bzw. wenn man es mit seinem Konstruktivismus übertreibt, dann landet man mit einer Pillenüberdosis in Russland wie JB Peterson demonstriert hat. Was wohl ein Hummer dazu sagen würde.


    Also, um die steinharte materielle Realität hier mal anzumerken:

    Ist dieser Wettlauf zwischen USA und China nicht ein wenig zu konstruiert? Benjamin R Barbar schrieb, dass die USA meint, sie seinen Independent, also unabhängig vom Rest der Welt (zum einen geographisch per Ozeane, zum anderen ideologisch und wirtschaftlich). Stattdessen sind sie doch eher Interdepent: es gibt eine hohe Verflechtung mit dem Rest der Welt auf politischer, wirtschaftlicher, infrastruktureller und sonst wie auch immer gearteten Ebene, sodass das, was hier passiert dort drüben ebenso Auswirkungen hat und das, was drüben passiert hier ebenso. Bei China ist es nicht anders. Bzw. China wird nicht einfach so und ohne westliches Zutun Supermacht, sondern der Westen profitiert davon ganz bestimmt auch. (Wobei der Westen als Bezeichnung ja auch so eine Sache ist...) Die USA hat ein riesigen Absatzmarkt und hohe Importe - China dagegen hohe Exporte: dort kann billig produziert werden. Wenn die Wirtschaft der USA zusammenbricht, bricht auch ein großer Teil des Exports von China ein. Es macht aus dieser Sicht kein Sinn, die Staaten zu bekämpfen. Und kommen nicht sowieso große Software und Hardware-Herrsteller schon längst aus Japen und Ostasien?

    Sowieso: Offene Konflikte sind für China nicht unbedingt hilfreich, vielleicht auch kein Kuschelkurs, aber so ein angespannter Frieden vielleicht, aber den gab es schon immer.

    Es geht darum, die Machtverhältnisse zu sichern und nicht wie ein halbwüchsiger wild umsich zu schlagen.

    Aber der Punkt ist: genau deswegen ist es so belächelbar, wenn von "Aufstieg und Fall" oder der "Höhepunkt" einer Kultur oder "Jetzt beginnt/endet Geschichte". Die Perspektive wird unterkomplex und man beruft sich dann auf Fiktion, weil sonst müsste man Konstruktionen ja wirklich aufgeben und muss sich vielleicht mit den wirklich Leidtragenden auseinander setzen.


    Nachtrag: wirtschaftliche Verflechtung1: https://www.spiegel.de/wirtsch…e1-4964-85f1-7ecc10015e37

    Wie kann man jemandem neutral vermitteln, daß er schlechte Musik hört?

    So zumindest hatte ich die Frage verstanden.

    Kurze Antwort: gar nicht.

    Mir fehlt da auch ein Bourdieu-ische Reflexion über das, was man den "besseren Geschmack" nennen könnte. Also, hier feine Unterschiede usw.

    Gut und schlecht.... ich denk, man könnte da auch schnell zu so einer Art zivilisationskritischen Perspektive kommen: wer wagt es, das eine höher zu stellen als das andere?


    Ich denk, wenn einen was gefällt und man will es weiter geben, dann muss man den Modus des Erzählens und eben der Weitergabe richtig treffen. Und selbst dann ist nicht einmal sicher, ob der andere sich den Geschmack aneignet oder ablehnt.


    Ganz ehrlich, auch weil ihr das nochmal angesprochen habt mit der nicht-beachtung des Individuums:


    Ich will, dass mir die Wirksamkeit des Lockdowns irgendwie statistisch nochmal bestätigt wird. Die Disziplin, die hier an den Tag gelegt wird, wird eigentlich mathematisch argumentiert: soviel ich weiß, ist immer noch die Ansage, dass wir zu wenig Krankenhausbetten haben (natürlich vermindert man auch Leid, aber oft ist das eine individuelle Abwägung und selbst wenn kann man Leidvermeidung anders regeln).


    Das Problem ist immer noch: niemand will Geld für das Gesundheitssystem ausgeben und ein wirklichen Plan aufstellen und stattdessen gibt es Disziplinierungsmaßnahmen und Handlungen, die für eine Woche mal aufsehen erregen. Das ist wie in der Wirtschaft und am Ende wird man damit auch noch Bundeskanzler.


    Aber eben diese Disziplin ist eben fraglich, ob es wirklich dieser ausschlaggebende Faktor ist oder ob das Virus so aggressiv ist, dass das kaum ein Unterschied macht (gerade wenn man weiterhin Lohnarbeiten darf). Und ob es nicht eher so ist, dass die erste Welle im Frühjahr wegen der einsetzenden Sonneneinstrahlung "ge-flatted" wurde. So wie vlt. jetzt diese hier auch.

    Geht’s denn noch konkreter als mit den Daten des Statistischen Bundesamtes und deren graphischer Aufbereitung?


    Worum es mir geht ist das: Man sollte so einen Spruch nicht einfach unhinterfragt übernehmen, nur weil er gut klingt und von Drosten stammt. Insbesondere in einer Diskussion, in der man durch den Gebrauch des viel naheliegenderen Grippevergleichs schnell mal (zu Unrecht) bei den Verharmlosern einsortiert wird.

    Ist mir egal, darum ging es mir erstmal nicht.

    Der Mittelalter-Pocken-Vergleich ist zwar schön plakativ und einprägsam, aber auch schrecklich dumm, weil gar kein Aspekt der heutigen Lebensumstände irgendwie vergleichbar ist mit dem Mittelalter. Das gilt insbesondere natürlich für die Bereiche Medizin und Hygiene.

    Naja, das Mittelalter sollte man eigentlich nicht als Argument missbrauchen, sondern ein bisschen konkreter werden.


    (Die Hygiene-maßnahmen von heute sind dieselben wie die, die im Mittelalter herausgefunden wurden. Quarantäne kommt aus dem Mittelalter, 'Sozial distancing' ebenso.


    Damals gab es total abwegige, religiös überhöhte Erklärungsansätze, heute ebenso.

    Man siehe nur auf Coronaleugnungen und Herdenimmunitäts-propgandisten. Mal ganz davon abgesehen wird durchaus der Kapitalismus als die Wurzel dieses Übels als Erklärung rangenommen, was mal mehr und mal weniger stimmt.


    Die Technik ist eine andere im Sinne von Beatmungsgeräten und Impfstoff. Ersteres ist aber rein körperlich-seelisch eine kleine Hölle und auf zweiteres wartet man wie auf den Messias.)


    Wenn eine Krankheit wie die Pockenpest ausbrechen würde, dann könnte es durchaus einen ähnlichen Effekt haben wie im Mittelalter.


    Man soll sich nicht anmaßen, man sei weiter als damals, weil die Epoche des MA ist erstmal ein Konstrukt, das Europa exklusiv ist: es gab kein arabisches MA (ist ein Buchtitel, google it!).



    (ab der 2. Hälfte des Videos, Universityise are useless)