Beiträge von Tilman

    Ohne auf die restlichen Aussagen von Anselm Kiefer einzugehen, aber der Teil mit "Die Ruinen waren mein Spielplatz" kann ich aus Erzählungen meiner Eltern bestätigen. Die sind Anfang der 50er in einer 150.000 Einwohner Stadt in Westdeutschland geboren, hatten mit dem Krieg nichts zu tun, haben das Wirtschaftswunder miterlebt und für die waren die Ruinen tatsächlich spannende Spielplätze. Anselm Kiefer ist 5 Jahre älter, aber ich halte das jetzt nicht für eine depressive Erzählung, sondern die hört man aus dieser Generation öfter.

    Aber das Risiko ist dann ja viel geringer, wenn um dich rum alle geimpft sind. Und wenn du dich nicht Impfen lässt, weil du Corona-Leugner oder Gates-VTler bist, dann musst du mit der Stigmatisierung leben.


    Wenn du dich aber nicht impfen lassen kannst, weil du eine Krankheit hast, und deine Oma kann sich auch nicht impfen lassen, dann ist das halt ein Risiko dass man eingehe muss. Du könntest deine Oma auch mit was anderem anstecken. Und nochmal: ich glaube gar nicht, dass überhaupt noch auf Corona getestet wird, sobald ein größerer Teil der Gesellschaft geimpft ist. Es weiß dann also niemand mehr, ob du und deine Oma Corona hatten, oder eine ordinäre Influenza.


    Das allerdings ist ein Punkt, den wir über Corona hinaus lernen werden: wer husten und kratzen im Hals verspürt, der besucht nicht seine hochbetagte Oma.

    Was glaube ich Jenny nicht bedacht hat: sobald die meisten Menschen geimpft sind, und Corona weitesgehend "überstanden" ist, wird ja auch niemand mehr getestet. Und für 90% ist Corona ja auch nur eine Erkältung. Warum sollte jemand stigmatisiert werden, weil er eine Erkältung hat?

    Sorry, bin bei Minute 45 und jetzt juckt es mich doch in den Fingern. Es wurde widerholt von Stefan gesagt, dass den Parteitag abzusagen nur etwas solidarisches wäre. Das ist nicht so.


    Es geht aktuell darum, 75% der Kontakte zu vermeiden. Die offiziellen Maßnahmen reichen nicht, das versteht jeder der etwas darüber nachdenkt. Das bedeutet: das abschwächen der Kurve, um die Kontrolle wiederzuerlangen, funktioniert nur wenn die Leute freiwillig auf Kontakte verzichten, zum Beispiel darauf Freunde zu Hause zu besuchen, oder wo es geht auf ÖPNV zu verzichten. Die offiziellen Regeln reichen nicht. Das ist eigentlich jedem klar.


    Und an der Stelle ist es eben nicht "Solidarität", sondern eine Vorbildsfunktion. Wenn die CDU mit 2000 Leuten einen Parteitag plant, warum soll ich dann auf meine Halloween-Party verzichten? Das ist doch der Punkt. Weil es immer noch bei vielen nicht angekommen ist, wie ernst gerade die Lage wieder ist.


    (Dass es zusätzlich auch ein paar Leuten gelegen kommt, ist aber sicher auch richtig. )

    Was ich generell bei den Leuten die Nichtwahl oder Ungültig wählen propagieren, nicht verstehe, ist auf welches Ziel die hinarbeiten? Chaos? Anarchie? Diktatur? Ich habs bis heute nicht verstanden, was man sich davon verspricht, die Demokratie zu zerstören.

    Wie lange läuft denn so eine Zwanziger-Gastmitgliedschaft? Nach dem es die letzten Monate etwas schwierig war bei mir, wollte ich jetzt auch mal einen kleinen Beitrag leisten, und da stellt sich die Frage ob ich warte bis die Gastmitgliedschaft ausläuft (weil ich ja unbedingt weiter Salon hören will), oder wenn die Mitgliedschaft noch länger läuft würd ich für den Fernsehpodcast unterstützen.

    Ich bin wirklich von Folge zu Folge mehr begeistert. Ich finde Stefan & Jenny passt super, und die Gästeauswahl ist ebenfalls exzellent, hier das tolle Gespräch über QAnon, aber auch Religion im allgemeinen - super!

    Und Frankreich war von Anfang an bei den "Willigen" dabei. Die erste Aussage war ja, Deutschland und Frankreich nehmen jeweils 150 Flüchtlinge auf, ob Frankreich so wie Deutschland auch noch höher geht wird man sehen. Aber dass von Frankreich gar nichts zu hören war, stimmt so nicht.

    Ich muss ja mal sagen, dass ich schon seit Aufwachen-Zeiten ein Problem damit habe wie immer wieder das Thema Sterbehilfe hervorgeholt wird. Ich selbst war so lange ich ein politischer Mensch bin immer klarer Befürworter der Sterbehilfe, da ich der Ansicht bin, dass Menschen die freie Entscheidung haben sollten, und medizinisches Personal, das diesen Menschen bei ihrem Wunsch hilft, dafür nicht bestraft werden sollte. Gerade von Konservativer und christlicher Seite kam dann immer das Argument: erlauben wir die Sterbehilfe, dann könnte es einen Druck auf ältere Menschen geben, dass sie Sozialverträglich ableben müssen, oder um ihren Angehörigen nicht auf den Keks zu gehen. Ich hab das immer für kompletten Blödsinn gehalten.


    Um so befremdeter bin ich, wie dieses Thema immer wieder von dir auf die Tagesordnung gebracht wird, Stefan. Auch weil du nie genau erklärst, worum es dir jetzt konkret geht. Wenn ältere Menschen zum Beispiel Angst vor einem Corona-Tod haben, und erklären, dass sie im Falle einer Erkrankung nicht beatmet werden möchten - okay! Habe ich kein Problem mit. Aber noch aus dem Aufwachen-Podcast ist mir ein Satz in Erinnerung, den ich leider nur aus dem Gedächtnis zitieren kann, man müsse jetzt mit seinen Oma / Opa ein Gespräch führen, und überlegen was im Falle eines Falles zu tun ist. Nein, muss man nicht. Die Alten Leute wissen selbst, ob sie noch leben wollen oder nicht, und keiner soll ihnen da reinreden. Das ist eine höchstpersönliche Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.


    Ansonsten wieder großartige Folge, das Gespräch über Egon Bahr hat mir auch sehr gut gefallen, Egon Bahr war mir irgendwie immer besonders sympathisch. Für mich irgendwie der Inbegriff des typischen Berliners (obwohl er eigentlich aus Thüringen stammt, wie ich gerade auf Wikipedia gelesen habe)